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Wilken-Stiftung unterstützt IT-Nachwuchs

17.09.2007 | 14:56 Uhr |

Die Ernst-Wilken-Stiftung in Ulm zeigt, dass auch mittelständische Unternehmen sich schnell und unbürokratisch engagieren können.

Die Stiftung wurde 2005 von Ernst Wilken, dem Gründer des Ulmer Softwareherstellers Wilken, ins Leben gerufen. Der Zweck der Stiftung ist das Fördern von herausragenden Leistungen im Bereich der Geisteswissenschaften, der Kunst und insbesondere der Informationstechnik. "Unsere Vision ist es, die drei Säulen der Gesellschaft – Wissenschaft, Staat und Wirtschaft – mit den Grundsätzen der französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu verknüpfen", weiß Stiftungsgründer Ernst Wilken. "Dies bedeutet, dass die Wirtschaft frei von staatlichen Eingriffen oder wirtschaftlichen Zwängen ist und jeder Akteur im Staat die gleichen Chancen hat." Ein besonderes Anliegen der Stiftung sei es, Menschen mit einer Gesinnung zu fördern, die auch im aktiven Wettbewerb ein faires Miteinander ermöglichen.

Ernst-Wilken gründete eine Stiftung, um den Informatiknachwuchs zu fördern.
Vergrößern Ernst-Wilken gründete eine Stiftung, um den Informatiknachwuchs zu fördern.
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Die Ernst-Wilken-Stiftung vergibt Stipendien an besonders engagierte Studierende im Bereich der Informatik. Gefördert werden sechs- bis zwölfmonatige Aufenthalte im In- und Ausland. Ein Stipendium umfasst eine monatliche Förderung von 500 Euro für die Dauer von bis zu einem Jahr. 2007 vergibt die Stiftung insgesamt 24.000 Euro an vier Stipendiaten. Damit ermöglicht sie Absolventen oder Doktoranten Forschungen oder Auslandsaufhalte. "Unternehmen agieren heute auf globalisierten Märkten", erklärt Stiftungsgründer Wilken.

"Hierzu benötigen sie Mitarbeiter, die sich in fremden Ländern zurechtfinden und die Kultur dieser Länder verstehen. Das Stipendium gibt jungen Menschen die Gelegenheit, schon während des Studiums ihre fachliche und interkulturelle Kompetenz auch durch ein Auslandsstipendium zu erweitern." Studierende können auch durch den Wilken-Förderpreis unterstützt werden. Er wird zum Ende jeden Semesters an den besten Absolventen des Fachbereichs Wirtschaftinformatik an der Fachhochschule Ulm/Neu-Ulm verliehen. Über die Vergabe des mit 1.000 Euro dotierten Preises entscheidet das Kuratorium der Stiftung. Insgesamt stehen Mittel von 150.000 Euro zur Verfügung.

Einer der Stipendiaten ist Thomas Miesbauer. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum "Fachinformatiker für Systemintegration", bevor er ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Leipzig und Ulm begann. Der 27-Jährige studiert nun seit September die letzten beiden Semester an der schottischen Partner-Universität "Napier School of Computing" und wird dort seine Abschlussarbeit verfassen. Professor Reinhold von Schwerin, Mitglied des Kuratoriums der Wilken-Stiftung, initiierte die Kooperation mit der Hochschule in Edinburgh. Damit wird dem Ulmer Studenten ein Doppelabschluss im Fachbereich Informatik ermöglicht. Bereits im Jahr 2006 sammelte er während eines Aufenthalts am "Rose-Hulman Institue of Technology" in den USA erste Auslandserfahrungen. Noch weiter ins Ausland zieht es den 23-jährigen Studenten Rene Döring. Er absolviert seit September ein Praxissemester in der indischen Stadt Poona und arbeitet dort in einem Unternehmen mit 150 Mitarbeitern. Seine Aufgabe ist die Programmierung von Datenbanken. Weitere Informationen unter erhältlich unter www.wilken-stiftung.de , Bewerbungen sind zu richten an stiftung@wilken.de . (hk)

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