Wikileaks-Gründer

Julian Assange darf an Schweden ausgeliefert werden

Freitag den 15.06.2012 um 12:22 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Dinah Rose, die Rechtsanwältin von Julian Assange.
Vergrößern Dinah Rose, die Rechtsanwältin von Julian Assange.
Das oberste Gericht Großbritanniens hat den Einspruch von Julian Assange gegen dessen Auslieferung nach Schweden abgelehnt. In Schweden droht dem Wikileaks-Gründer eine Anklage wegen sexueller Belästigung beziehungsweise Vergewaltigung.
Ende Mai 2012 hatte der oberste Gerichtshof von Großbritannien entschieden, dass Wikileaks-Gründer Julian Assange an Schweden ausgeliefert werden muss. Die Rechtsanwälte von Julian Assange hatte daraufhin die Überprüfung des Auslieferungsentscheids gefordert. Das lehnten die sieben Richter des obersten Gerichts nun ab.

Bis die Auslieferung tatsächlich vollzogen werden kann, vergehen aber noch zwei Wochen. Diese Frist legte das Gericht fest.

Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, schaut seiner
Auslieferung entgegen
Vergrößern Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, schaut seiner Auslieferung entgegen

In Schweden wartet auf Julian Assange eine Anklage wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung von zwei Frauen. Viel härter könnte es ihn aber treffen, wenn Schweden den Wikileaks-Gründer an die USA ausliefern sollte. Denn die USA wollen Assange wegen der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten auf der Enthüllungsplattform Wikileaks zur Rechenschaft ziehen. Wie die konkrete Anklageerhebung in den Vereinigten Staaten aussehen wird und ob Schweden dann dem Auslieferungsersuchen der USA nachkommen wird, steht derzeit aber noch in den Sternen.

Assange kann sich noch an den Europäischen Gerichtshof wenden. Das hat aber keine aufschiebende Wirkung für den jetzt bestätigten Auslieferungsbescheid an Schweden.

Freitag den 15.06.2012 um 12:22 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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