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USA erklärt Julian Assange zum Staatsfeind

28.09.2012 | 05:01 Uhr |

Das US-Militär hat Julian Assange offiziell zum Staatsfeind erklärt, was den WikiLeaks-Gründer auf eine Stufe mit al-Qaeda stellt.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist nun offiziell ein Staatsfeind der USA. Das geht aus Dokumenten der US Air Force hervor. Militär-Angehörige die WikiLeaks kontaktieren oder die Enthüllungsplattform unterstützen, riskieren damit zukünftig eine Anklage wegen Feindkontakt, ein Verbrechen, das mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

Julian Assange versteckt sich aktuell noch immer in der ecuadorianischen Botschaft in London , die dem Flüchtigen Asyl gewährt hat. Eigentlich sollte Assange an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm sexuelle Nötigung vorgeworfen wird. Sollte sich der WikiLeaks-Gründer den schwedischen Behörden stellen, läuft er Gefahr, an die USA ausgeliefert zu werden. Dort könnte er wegen Spionage und Verschwörung angeklagt werden.

Wikileaks-Dokumente entlarven syrisches Regime

Assange hatte über WikiLeaks tausende geheime Militär- und Diplomaten-Dokumente veröffentlicht. US-Vize-Präsident bezeichnete Assange dafür als High-Tech-Terrorist. Der US-Kongress verlangt eine Anklage Assanges wegen Spionage. US-Army-Private Bradley Manning, der Assange einige der Dokumente zugespielt hatte, muss sich ebenfalls vor Gericht verantworten. Er soll geholfen haben, al-Qaeda geheime Informationen des US-Militärs zukommen zu lassen.

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