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Wieso wurde die Flatrate gekippt?

08.03.2001 | 11:16 Uhr |

Als Schlag ins Gesicht empfanden viele Kunden von T-Online den Verlust der analogen und ISDN-Flatrate. Als einer der Gründe wird das Verlustgeschäft mit der Flatrate angeführt.

Als Schlag ins Gesicht empfanden viele Kunden von T-Online den Verlust der analogen und ISDN-Flatrate. Als einer der Gründe wird das Verlustgeschäft mit der Flatrate angeführt.

Immerhin 244 Millionen Mark Verlust soll das Unternehmen im Jahr 2000 gemacht haben. Dazu habe vor allem das Experiment mit dem Pauschaltarif beigetragen. "Wir haben herausgefunden, dass er der großen Mehrheit unserer Kunden nichts bringt", begründete Thomas Holtrop, neuer Vorstandschef der T-Online International AG den Schritt.

Ein erstes Zeichen hatte Holtrop vor wenigen Wochen gesetzt: Mit Abschaffung der Flatrate für 79 Mark pro Monat für das Surfen im Internet über das schmalbandige Telefonnetz will er die größte Verlustquelle von T-Online gestopft haben.

Die ganze Malaise von T-Online sieht Telekom-Analyst Theo Kitz von Privatbankhaus Merck Finck und Co. unterdessen in einem ganz anderen Bereich: "Mehr Inhalte, das ist das Entscheidende." Für die Telekom-Tochter sei es wichtig, ihre Abhängigkeit vom Zugangsgeschäft zu verringern und das Portalgeschäft auszubauen, betonte Kitz.

Die Verbesserung des Inhalte-Bereichs hält auch Michelle Lang vom Bankhaus Sal-Oppenheim für die wichtigste Aufgabe des Vorstands. So entfielen im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel des Umsatzes von 797 Millionen Euro auf den Internetzugang und nur der kleinere Teil auf den elektronischen Handel. Aber nur mit Inhalten könne die Telekom-Tochter künftig Gewinne einfahren, glauben Branchenexperten. (PC-WELT, 08.03.2001, dpa/ eb)

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