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Antiviren-Software auf dem Prüfstand

07.12.2007 | 14:00 Uhr |

Die PC-WELT hat in der Ausgabe 1/2008 13 Antiviren-Programme nach folgenden Kriterien getestet und gewichtet für die Endnote so:

Scanleistung (50 %)
Funktionen (20 %)
Service/Support (15 %)
Bedienung (10%)
Systemanforderungen (5 %)

Scanleistung
Unsere Spezialisten Andreas Marx, Guido Habicht und Maik Morgenstern vom Sicherheitslabor AV-Test unterziehen jedes Antiviren-Programm einem gründlichen Test. Virenscanner und Virenwächter müssen unter Windows XP 1412 verbreitete Schädlinge (ITW-Malware – „in the wild“) aufspüren.
Der Scanner muss sich zusätzlich an 768.457 Exemplaren aus dem Bestand der Zoo-Malware (nicht so stark verbreitet wie ITW-Malware) versuchen. Gute Programme finden bei der ITW- und der Zoo-Malware mehr als 90 Prozent. Außerdem müssen die Tools die Installationsdateien von Ad- und Spyware finden. Anschließend lassen die Experten die Tools nach inaktiven und aktiven Rootkits suchen. Bei den inaktiven Rootkits handelt es sich um die Installationsdateien, diese sollten unbedingt gefunden werden. Aktive Rootkits haben sich bereits unsichtbar gemacht und sind schwer zu entdecken. Als nächstes testen wir die die verhaltensbasierte Erkennung – auch Verhaltensanalyse genannt. Hier müssen die Tools ohne Virensignaturen, die Schädlinge erkennen. Zuletzt unterziehen die Spezialisten die Software einem Geschwindigkeitstest: Dazu kopieren sie einen Satz Dateien einmal mit und einmal ohne aktivierten Virenwächter.
Der Scanner muss anschließend 760 MB Dateien prüfen.

Funktionen
Zur Ausstattung einer Antiviren-Software zählen ein Scanner, der nach manuellem Aufruf die Festplatte nach Schädlingen durchforstet, ein residenter Virenwächter, der den PC überwacht, und eine Funktion zum Herunterladen neuer Virensignaturen. Ein Scheduler sollte ebenso dabei sein wie eine Quarantäne. Gut finden wir noch die Zusatzfunktionen mit der sich eine Notfall-CD erstellen lässt.

Service/Support
Hier bewerten wir die Infos auf den Websites der Hersteller und prüfen, wie teuer ein Anruf bei der Hotline kommt. Unsere Antiviren-Spezialisten haben zudem gemessen, wie oft es Updates für die Tools gibt und wie große der .

Bedienung
Antiviren-Software sollte sich ohne lange Orientierungsphase leicht bedienen lassen. Wenn das Tool einen Schädling findet, sind eindeutige Angaben zum weiteren Vorgehen und ausführliche Informationen zum gemeldeten Fund wichtig. Idealer Weise gelingt auch eine genaue Konfiguration der Tools leicht.

Systemanforderungen
Hier prüfen wir etwa, wie viel Systemleistung die Tools benötigen und unter welchen Windows-Versionen sie laufen.

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