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"Wie schreibe ich einen Virus"-Kurs an kanadischer Uni

28.05.2003 | 13:46 Uhr |

Die Universität von Calgary wird ab Herbst ihren Studenten einen neuen Kurs anbieten, der den Namen "Computer Viruses and Malware" tragen wird. Die Studenten werden im Rahmen des neuen Kurses auch Viren programmieren und testen dürfen. Das verärgert Antiviren-Experten.

Die Universität von Calgary wird ab Herbst ihren Studenten einen neuen Kurs anbieten, der den Namen "Computer Viruses and Malware" tragen wird. Die Studenten werden im Rahmen des neuen Kurses auch Viren programmieren und testen dürfen. Das verärgert Antiviren-Experten.

Ziel des Kurses ist laut Ken Barker, Leiter der Computerwissenschafts-Abteilung der Uni, den Studenten beizubringen, welche Motivation hinter dem Programmieren von Viren und so genannter Malware steckt. Gegenüber dem US-Nachrichtendienst Cnet betonte Barker, dass die Informationen über das Verfassen von Viren sowieso überall im Internet verfügbar seien.

Das Virenproblem nehme immer weiter zu und es müssten Mittel dagegen gefunden werden. Schon jetzt entstünden der Wirtschaft Schäden in Milliardenhöhe durch Viren. "Jemand der meint, wir würden schon genug tun, der steckt den Kopf in den Sand", so Barker.

David Perry vom Antivirenhersteller Trend Micro sieht keinen pädagogischen Effekt durch die Pläne der Uni. Dieser Kurs führe auch nicht zur besseren Schulung von künftigen Viren-Jägern. "Sie schicken ja schließlich auch niemanden raus, um einen anderen zu erschießen, nur damit derjenige sieht, was passiert, wenn er jemanden erschießt", erklärt Perry.

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