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Wie Weblogs mit Spam zugemüllt werden

01.02.2005 | 13:41 Uhr |

Unter Spam verstehen viele unverlangt eintreffende Werbe-Mails in ihrem Postfach. Die Aktivitäten von Spammern gehen jedoch viel weiter.

Unter Spam verstehen viele unverlangt eintreffende Werbe-Mails in ihrem Postfach. Die Aktivitäten von Spammern gehen jedoch viel weiter. Auch das Web ist mit nicht nur seriöser Werbung gepflastert. Bis vor kurzer Zeit waren so genannte Link-Farmen noch ein probates Mittel, um sich in den Suchmaschinen auf vordere Plätze zu mogeln. Dabei werden eine große Zahl von Websites untereinander verlinkt. Da zum Beispiel Google die Position in den Trefferlisten auch davon abhängig macht, wie viele andere Websites einen Link auf eine bestimmte Seite gesetzt haben, war diese Manipulation recht erfolgreich. Google hat dann die Kriterien angepasst, um diesen Missbrauch einzudämmen.

Auch Foren und Gästebücher von Websites waren und sind Ziel von Link-Spammern, wie sie genannt werden. Inzwischen sind Weblogs ("Blogs") als neuer großer Trend im Web erkannt und folglich auch ein willkommenes neues Feld für Link-Spammer. In einem Interview mit dem britischen Online-Magazin " The Register " berichtet ein anonymer Link-Spammer über die Vorgehensweise seiner Zunft.

Demnach wird das Web nach Blogs durchsucht, die es gestatten, Kommentare zu den Beiträgen abzugeben. Dies geschieht mit der Hilfe von Suchmaschinen, die mit den Namen der beliebten Blog-Systemen gefüttert werden. Mit einem Satz selbst programmierter Tools, die an die gängigen Blog-Systeme angepasst sind, werden systematisch Werbe-Einträge in den Kommentarbereichen von Weblogs generiert. Dabei geht es vor allem um die Masse. Das bedeutet, dass es den Spammern egal ist, wie viele Leser ein einzelnes Weblog hat - sie versuchen schlicht so viele Blogs wie möglich zu erreichen.

Die darin platzierten Links führen über die Server der Spammer zu den Websites ihrer Kunden. Hauptkunden der Link-Spammer sind die üblichen Verdächtigen: Porno, Pillen und Online-Casinos. Moralische Bedenken kennen die Spammer nicht. Es sei nicht illegal und die Betreiber würden ja zum Abgeben von Kommentaren einladen.

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