2060409

Wie USB Type-C zu defekten Macbooks führen kann

16.03.2015 | 08:45 Uhr |

Mit dem neuen Macbook veröffentlicht Apple das erste Notebook seit Jahren ohne Magsafe-Netzteil. Wie eine Rechnung beweist, dass dieser Verzicht Macbooks zerstören kann.

In einer ausführlichen physikalischen Kalkulation belegen unsere US-Kollegen von Macworld , dass das Risiko, das neue Macbook durch einen Ruck am Stromkabel vom Tisch zu reißen, durch den neuen USB Type-C Stecker wesentlich höher ausfällt. In Kombination mit dem geringen Gewicht des neuen Macbooks könnte diese Eigenschaft des Type-C Anschlusses zu deutlich mehr beschädigten Geräten führen. Denn eine Verbindung über USB 3.1 löst sich erst unter einer stärkeren Krafteinwirkung als die magnetische Kopplung, die zudem empfindlich auf Krafteinwirkungen in jede Richtung reagiert.

Vor gut neun Jahren hatte Apple im Rahmen der Macworld Expo in San Francisco mit dem Magsafe-Anschluss einen neuen Stecker für die Verbindung von Macbooks mit den dazugehörigen Netzteilen präsentiert. Während das Unternehmen den Stecker seitdem mehrfach überarbeitete, blieb das Grundkonzept immer gleich. Durch eine magnetische Verbindung sollte sich der Stecker automatisch lösen, wenn ein plötzlicher Ruck auf das Kabel einwirkt. Dies sollte eine Beschädigung des Notebooks verhindern.

Mit dem neuen Macbook kündigte Apple am Montag den ersten Laptop seit 2006 ohne Magsafe-Anschluss an. Bei dem neuen Gerät setzt das Unternehmen aus Cupertino ausschließlich auf einen USB Type-C Anschluss, der nicht nur für die Übertragung von Daten- und Videosignalen, sondern auch zum Aufladen des Notebooks verwendet wird. Während dies ein für Apple nicht untypischer, minimalistischer Ansatz ist, bedeutet diese Entscheidung auch, dass die wichtigste Eigenschaft des Magsafe-Adapters, bei dem USB Type-C Anschluss nicht mehr vorhanden ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2060409