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Wie IT-Profis ihre eigenen PCs (nicht) schützen

12.03.2007 | 16:45 Uhr |

Ein Umfrage auf der RSA-Konferenz zeigt, dass die dort versammelten Sicherheitsfachleute ihre eigenen Rechner zu Hause keineswegs so wasserdicht absichern, wie sie das ihren Anwendern gerne predigen.

Auf der Sicherheitskonferenz RSA 2007 ließ Pkware , Erfinder des ZIP-Archivs, eine Umfrage unter den Teilnehmern durchführen. Dabei kamen überraschende Ergebnisse heraus. Während sechs von sieben Befragten angaben sehr besorgt zu sein, dass ihre persönliche Daten in die falschen Hände geraten könnten, gab ein Drittel zu Dateien ungeschützt zu speichern und zu versenden.

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass solche Nachlässigkeit auf einen Mangel an Kenntnissen und Sicherheitsbewusstsein zurück zu führen ist. Bei den Teilnehmern dieser Umfrage kann das jedoch als Ursache ausgeschlossen werden. Vielmehr scheint es sich hier eher um Bequemlichkeit zu handeln. Auch das Prinzip "das passiert mir doch nicht - nur anderen" schlägt vermutlich einmal mehr zu.

Dabei nimmt der Datenaustausch zwischen Heimarbeitern ("Teleworker") und den Netzwerken ihrer Arbeitgeber weiter zu, ebenso der Versand von vertraulichen Informationen über das Internet an externe Dienstleister und Behörden wie Anwälte oder das Finanzamt. Diese Daten sollten sicher verschlüsselt transportiert werden.

Die sichere Verschlüsselung von Datenübertragungen muss in Zukunft besser, vorzugsweise nahtlos in Anwendungen und Geschäftsprozesse integriert werden. Anwender sollten sich keine Gedanken machen müssen, weil alles automatisch abgewickelt wird. Das ist zwar technisch bereits möglich, findet jedoch kaum statt.

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