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Wie Autoren das Internet nutzen können

Gerade unbekannte Autoren sehen in dem Internet eine Möglichkeit, ihre Texte veröffentlichen zu können. Dabei sollten man aber einiges berücksichtigen und auf Kritik gefasst sein.

Lyrik oder Prosa, Krimi oder Erotik - unabhängig davon, was sie schreiben, träumen die meisten Autoren von einer Veröffentlichung in Buchform. Allerdings stehen die Chancen eher schlecht, dass ein bis dato unbekannter Schreiber zum begehrten Schriftsteller wird: In den Verlagen stapeln sich die angebotenen Texte auf den Schreibtischen der Lektoren. Für Autoren, die zunächst überhaupt einmal ein Publikum haben wollen und an einer kritischen Auseinandersetzung interessiert sind, stellt das Internet eine mögliche Alternative dar.

Im Netz bietet sich reichlich Platz für Selbstverfasstes. Die Bandbreite der Plattformen reicht von Literaturforen, in denen jeder veröffentlichen darf, bis hin zu fast geschlossenen Autorenzirkeln, die eigentlich nur noch Leser suchen. Auch die Halbwertzeiten der Literaturseiten sind sehr unterschiedlich. Manche verschwinden schon nach kurzer Zeit wieder.

Das "Literatur-Café" dagegen gibt es bereits seit neun Jahren. Literaturcafe.de teilt sich grob gesagt in zwei Bereiche: Im Forum darf jeder seine Texte einstellen. "Dann gibt es noch einen redaktionell betreuten Bereich", sagt Wolfgang Tischer, Organisator des Projekts in Stuttgart. Für diesen geschlossenen Bereich werden täglich bis zu zehn Texte eingeschickt. Davon schaffen es im Monat ein bis zwei auf die Seite.

Die Qualität der eingesandten Stücke lässt demnach oft zu wünschen übrig. Ein typischer Anfängerfehler sei zum Beispiel der übermäßige Gebrauch von Adjektiven, erklärt Tischer. "Oft wird auch zu sehr erklärt, es passiert zu wenig." Gerade im Internet, beziehungsweise beim Lesen am Bildschirm, werde der Leser schnell ungeduldig. Da müsse der Autor bald zur Sache kommen.

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