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WiWo: SAP schließt fünf deutsche Standorte

08.09.2016 | 16:35 Uhr |

Laut einem Medienbericht schließt der deutsche Software-Riese SAP fünf Unternehmensstandorte in Deutschland. 529 Mitarbeiter sind betroffen.

Die Wirtschaftswoche berichtet in ihrer Online-Ausgabe, dass der deutsche Software-Konzern SAP fünf Standorte in Deutschland schließen will. Bis Ende des Jahres 2017. Allerdings soll das nicht zwangsläufig die Entlassung der an den fünf betroffenen Standorten arbeitenden Mitarbeiter bedeuten.

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An den fünf betroffenen Standorten, nämlich Göttingen, Bensheim, Raunheim, Mörfelden-Walldorf und Darmstadt, sollen laut Wiwo 520 SAP-Angestellte arbeiten. Diesen Mitarbeitern will SAP die Weiterbeschäftigung an anderen Unternehmensstandorten anbieten.

Umzug von Göttingen nach Walldorf

In Göttingen sind 100 Angestellte betroffen, die zu SAP im Jahr 2011 mit der Übernahme von Crossgate kamen. SAP entwickelt die Crossgate-Produkte nicht mehr weiter. Die betroffenen Mitarbeiter sollen an den über 320 Kilometer entfernten SAP-Hauptsitz Walldorf wechseln können. Das dürfte in der Praxis einen Umzug bedeuten.

Den übrigen 420 Mitarbeitern aus den bis Ende 2017 aufgelösten Standorten Bensheim, Raunheim, Mörfelden-Walldorf und Darmstadt sollen Ersatzarbeitsplätze in Eschborn oder Walldorf angeboten werden. SAP will laut Wiwo aber nicht die Zahl seiner Mitarbeiter reduzieren.

PC-WELT bat bei SAP um die Bestätigung des Berichts. SAP bestätigte uns daraufhin umgehend die oben beschriebenen Maßnahmen. Es gehe laut SAP um eine reine Facility-Maßnahme, sprich: SAP will einfach die Zahl der zu unterhaltenden Niederlassungen mit den damit verbundenen Unterhaltskosten für die Gebäude etc reduzieren. Nicht aber die Zahl der Mitarbeiter.

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Im Januar 2016 wurde bekannt, dass rund 600 SAP-Mitarbeiter ein Abfindungsprogramm annehmen und den Konzern verlassen. 

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