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Google will WiFi-Daten nun doch aushändigen

04.06.2010 | 09:33 Uhr |

Google hat es sich anders überlegt und will nun doch die während Google Street View-Fahrten aufgezeichneten Daten europäischen Datenschützern geben.

Ein Google-Sprecher kündigte an, dass die Daten innerhalb weniger Tage übergeben werden soll. In der vergangenen Woche hatten die Datenschützer der Stadt Hamburg Google dazu aufgefordert, Zugriff auf die gesammelten Daten zu gewähren. Google hatte dies aber mit dem Hinweis darauf abgelehnt, dass man sich nicht sicher sei, ob die Weitergabe der Daten legal sei. Den Datenschützern wurde aber immerhin gestattet, einen genaueren Blick auf die Google-Street-View-Fahrzeuge zu werfen.

Die rechtlichen Aspekte scheint Google nun gelöst zu haben und die Datenschützer erhalten nun Zugriff auf während Google-Street-View-Fahrten aufgezeichneten WLAN-Daten. Auch den spanischen und französischen Behörden will Google diese Daten innerhalb der nächsten Tage ausliefern.

Voraussichtlich nächsten Monat wird Google auch einen Bericht über seine Datenschutz-Praktiken veröffentlichen und auch die Untersuchungen der WLAN-Daten publik machen. Gegenüber der Financial Times erklärte Google-Chef Eric Schmidt, als er auf den Fall angesprochen wurde: "Wir haben es vermasselt."

Mitte Mai hatte Google eingeräumt, dass bei Google-Street-View-Fahrten doch mehr Daten gesammelt wurden, als ursprünglich gedacht. Ein Entwickler habe 2006 Funktionen seiner Software in die Software Google Street View eingebaut und diese später nicht entfernt. In der Folge wurden bei den Fahrten versehentlich auch Nutzdaten aus ungeschützten WiFi-Netzen aufgezeichnet.

In den USA gibt es gleich mehrere Anklagen gegen Google wegen der WiFi-Schnüffel-Affäre.

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