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WhatsApp verrät Online-Status gegen den Willen der Nutzer

24.09.2014 | 17:35 Uhr |

Eine Sicherheitslücke bei WhatsApp verrät den Online-Status des Nutzers auch dann, wenn er diesen per Einstellung verbergen lässt.

Der Messenger-Dienst WhatsApp gerät in dieser Woche wieder ins Visier der Datenschützer. In einem Test fand heise heraus, dass der Online-Status von Nutzern auch dann von der Software preisgegeben wird, wenn er eigentlich über die Einstellungen verborgen werden sollte.

Möglich wird das über einen Trick: Will man den Online-Status einer beliebigen Rufnummer abfragen, muss diese lediglich zu den WhatsApp-Kontakten hinzugefügt werden. Öffnet man anschließend ein Chat-Fenster, gibt WhatsApp den Online-Status des betroffenen Nutzers preis. Die Anzeige das Status erfolgt auch, wenn das WhatsApp-Mitglied diesen in den Datenschutz-Einstellungen als für andere Nutzer nicht sichtbar eingestellt hat.

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Über die Sicherheitslücke lässt sich so jederzeit der Online-Status von Kontakten abfragen, sofern sie bei WhatsApp registriert sind. Noch besorgniserregender ist jedoch die Tatsache, dass bereits ein Ruby-Skript im Internet die Runde macht, mit dem sich der Online-Status über einen beliebigen Zeitraum aufzeichnen lässt. Das käme zumindest in Ansätzen einer Überwachung nahe.

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