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WhatsApp stoppt vorerst Datenweitergabe an Facebook

10.11.2016 | 09:16 Uhr |

Facebook hat die WhatsApp-Datenweitergabe in Europa vorerst gestoppt. Damit reagiert Facebook auf die Kritik durch Datenschützer.

Die massiven Einwände deutscher und schließlich europäischer Datenschützer zeigt Wirkung: Facebook hat vorerst die Datenweitergabe von WhatsApp-Nutzern in Europa an Facebook gestoppt. Facebook begründet den Schritt laut Medienberichten damit, dass Behördenvertretern so mehr Zeit gegeben werden soll, ihre Einwände vorzutragen. Facebook selbst will die Zeit nutzen, um zu entscheiden, wie auf die Einwände reagiert werden soll.

WhatsApp hatte im August angekündigt, die Telefonnummern und Nutzungsdaten seiner Nutzer an den Mutterkonzern Facebook weitergeben zu wollen, unter anderem, um gezielter Werbung an die Nutzer ausliefern zu können. Die WhatsApp-Nutzer durften dem zwar widersprechen, allerdings sollten dann dennoch die Telefonnummern an Facebook weitergegeben werden.

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Im September hatte der Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar per Verwaltungsanordnung Facebook die Ermittlung und Speicherung der Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern untersagt. Anfang November hatte die Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Union in einem offenen Brief an Facebook und WhatsApp kritisiert, dass die Nutzer nicht genügend Einfluss darauf hätten, was mit ihren privaten Daten geschieht.

WhatsApp, das von Facebook vor zwei Jahren für mehr als 20 Milliarden US-Dollar erworben worden war, hatte damals seinen Nutzern versprochen, seine Daten nicht mit Facebook auszutauschen. Facebook selbst weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass dies auch weiterhin für die Inhalte gelte, die WhatsApp-Nutzer miteinander austauschen. Auf diese Inhalte habe Facebook auch künftig keinen Zugriff. Zumal diese auch meistens verschlüsselt übertragen würden.

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