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WhatsApp sperrt WhatsApp+-Nutzer

21.01.2015 | 16:47 Uhr |

Das Facebook-Tochter-Unternehmen WhatsApp hat WhatsApp+-Nutzer gesperrt. Damit will WhatsApp offensichtlich die Drittanbieter-App loswerden und alle Nutzer dazu zwingen, ausschließlich die eigene App zu verwenden. Auch WhatsAppMD scheint von der Sperre betroffen zu sein.

Wer WhatsApp verwendet, kann auch auf Dritt-Anbieter-Apps wie WhatsApp+ zugreifen. Damit stehen dem WhatsApp-Nutzer dann mehr Farben und Hintergründe zur Verfügung, man kann den Dienst also besser personalisieren. WhatsApp sind diese Dritt-Anbieter-Apps aber ein Dorn im Auge. Deshalb hat das Unternehmen nun WhatsApp+-Nutzer gesperrt, wie Androidpolice berichtet. Vorerst für 24 Stunden und verbunden mit einer Weiterleitung zur Downloadseite der eigentlichen WhatsApp-App. Ein Timer zeigt zudem die Dauer der Sperre an.

WhatsApp rät den gesperrten Nutzern zur Verwendung der offiziellen eigenen App. Die Begründung von WhatsApp: „WhatsApp Plus ist eine App, die weder von WhatsApp entwickelt wurde, noch von WhatsApp autorisiert ist. Die Entwickler von WhatsApp Plus stehen in keiner Beziehung zu WhatsApp und wir unterstützen WhatsApp Plus nicht. Bitte sei dir dessen bewusst, dass WhatsApp Plus Quellcode enthält, von dem WhatsApp nicht garantieren kann, dass er sicher ist, und dass deine privaten Informationen potentiell ohne dein Wissen oder dein Einverständnis an Dritte weitergegeben werden.“

Dann folgt die Aufforderung: „Bitte deinstalliere deine App und installiere die offizielle Version von WhatsApp von unserer Website oder Google Play. So wirst du in der Lage sein, WhatsApp zu verwenden.“

Darüber hinaus schreiben die Macher von WhatsApp+ auf ihrem Google+-Profil, dass sie eine Unterlassungserklärung von WhatsApp erhalten hätten. Sie müssen demnach alle Downloadlinks zu WhatsApp+ entfernen. WhatsApp+ dürfte damit Geschichte sein.

Ebenfalls betroffen vom der Sperre sind offensichtlich auch Nutzer von WhatsAppMD. Deren Macher versuchen sich zwar mit einer neuen Version zu wehren, die künftige Sperren umgehen soll. Doch ob WhatsAppMD damit längerfristig überleben kann erscheint ungewiss.

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