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Wer regiert München: Linux oder Windows?

04.04.2003 | 11:26 Uhr |

Wenn Microsoft-Boss Steve Ballmer seinen Skiurlaub unterbricht und nach München fliegt, muss das einen triftigen Grund haben. Und den hat es auch dieses Mal: Münchens Oberbürgermeister Ude flirtet nämlich mit dem Pinguin. Die bayerische Landeshauptstadt erwägt den vollständigen Umstieg von Windows auf Linux. Nicht nur bei den Servern, sondern auch bei allen daran angeschlossenen Client-Rechnern, insgesamt immerhin rund 16.000 Geräte. Das könnte in den Augen von Microsoft ein fatales Signal für andere deutsche Kommunen sein, die ebenfalls einen Wechsel planen.

Wenn Microsoft-Boss Steve Ballmer seinen Skiurlaub unterbricht und nach München fliegt, muss das einen triftigen Grund haben. Und den hat es auch dieses Mal: Münchens Oberbürgermeister Ude flirtet nämlich mit dem Pinguin. Die bayerische Landeshauptstadt erwägt den vollständigen Umstieg von Windows auf Linux. Nicht nur bei den Servern, sondern auch bei allen daran angeschlossenen Client-Rechnern, insgesamt immerhin rund 16.000 Geräte. Das könnte in den Augen von Microsoft ein fatales Signal für andere deutsche Kommunen sein, die ebenfalls einen Wechsel planen.

Bisher liefen die Server von München mit Windows NT und auf den Clients sind ebenfalls Betriebssysteme aus Redmond im Einsatz. Um Anschluss an den technischen Standard zu halten, muss München aber ein neues Server-Betriebssystem einführen. Bleibt München dabei Microsoft treu, würde die Wahl auf Windows XP fallen. Doch eine im letzten Jahr europaweit ausgeschriebene Studie kommt nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu dem Schluss, dass die finanziell in einer prekären Lage steckende Landeshauptstadt viel Geld sparen könnte, wenn sie statt auf Windows XP auf Linux setzen würde - und gleich alle Desktop-Rechner in den zahllosen Büros des Isar-Metropole mit umstellt.

Die Firma Unilog Integrata führte die Untersuchung durch und untersuchte dabei die Kostenstruktur von fünf verschiedenen Modellen: Eine reine Windows-, eine reine Linux-Lösung und drei Kombinationsmodelle. Die Gutachter errechneten, dass der Einsatz von Linux zusammen mit freien Büro-Programmen (zum Beispiel Openoffice.org ) die eindeutig kostengünstigste Lösung sei. Die reine Microsoft-Variante landete dagegen nur auf dem vorletzten Platz. Ein Festhalten an einer Microsoft-Lösung würde den Haushalt um 25 Prozent mehr belasten als ein Umstieg auf Linux, so die Experten.

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