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Avira bietet Rettungs-CD zum Download an

28.02.2008 | 15:02 Uhr |

Der Antivirus-Hersteller Avira bietet seine Notfall-CD ab sofort kostenlos zum Download an. Sie startet den PC mit einem Linux-System und überprüft die Festplatte auf Malware, Dialer und potenziell schädliche Programme.

Wenn der Rechner nach einem Malware-Befall nicht mehr startet oder versteckte Malware nicht entfernt werden kann, muss Abhilfe nicht teuer sein. Der deutsche Antivirus-Hersteller Avira bietet mit der Avira AntiVir Rescue-CD ein kostenloses Notfallsystem an. Es bootet von CD ein Linux-System im Textmodus und kann die Festplatte mit AntiVir für Linux auf Schädlinge untersuchen. Findet AntiVir etwas, kann es die verseuchten Dateien auch entfernen. Die Notfall-CD unterstützt alle gängigen Festplattentypen und kann auch schreibend auf NTFS-Partitionen von Windows zugreifen.

Die Vorbereitung auf den Ernstfall beginnt mit dem Download einer 45 MB großen EXE-Datei vom Web-Server des Herstellers . Diese enthält ein kleines Brennprogramm, das die eigentliche CD erstellt. Wahlweise kann es auch eine ISO-Datei (CD-Abbild) auf die Festplatte schreiben. Die können Sie mit Ihrem bevorzugten Brennprogramm auf eine CD-R(W) schreiben oder testweise in einer virtuellen Maschine starten.

Da ein Antivirus-Programm nur so gut sein kann wie seine Virendefinitionen aktuell sind, können Sie den Virenscanner mit den neuesten Updates von der Festplatte oder von einer CD versorgen. Die müssen Sie allerdings vom Avira-Server herunter laden, bevor Sie den Rechner von der CD starten. Die Auswahl des Update-Verzeichnisses ist jedoch wenig intuitiv und dürfte mit Linux unerfahrene Anwender überfordern. Ein Live-Update des laufenden Notfallsystems über das Internet ist nicht vorgesehen.

Nach Abschluss der Überprüfung können Sie das Protokoll ansehen und es auf eine Diskette speichern. Wie man das allerdings bei Rechnern ohne Diskettenlaufwerk, etwa Notebooks, anstellen soll, lässt Avira offen. Eine Textkonsole bietet immerhin die Möglichkeit die Datei von Hand auf ein angeschlossenes Laufwerk zu kopieren - vorausgesetzt, Sie kennen sich ein wenig mit Linux aus.

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