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Wenig Surfer in Ostdeutschland

Das Internet holt in Europa auf. Deutschland liegt jedoch unter dem europäischen Durchschnitt. Der Grund ist die relative niedrige Online-Nutzung in den neuen Bundesländern.

Das Internet holt in Europa auf. Den Marktforschern von Pro Active International zufolge haben mittlerweile 34 Prozent (107.8 Millionen) der Europäer über 15 Jahre Zugang zum Internet. 24 Prozent (75,9 Millionen) nutzten das Internet aktiv in den letzten 14 Tagen. Zum Vergleich: In den USA, dem Vorreiter in Sachen Internet, haben etwas mehr als 50 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Web hat - 35 Prozent waren in den letzten 14 Tagen online.

Allerdings gibt es zwischen den einzelnen europäischen Ländern große Unterschiede, was die Online-Nutzung betrifft. Am höchsten ist diese nach wie vor in den skandinavischen Ländern. An der Spitze steht hier Schweden, wo 53,3 Prozent der Bevölkerung in den letzten zwei Wochen online waren. In der Schweiz, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien hat jeweils rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung Zugang zum Netz.

Deutschland liegt neben Frankreich, Italien und Belgien unter dem europäischen Durchschnitt. Die alten Bundesländer haben zwar so viele Surfer wie Großbritannien - also etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Durch die sehr geringe Internet-Nutzung in Ostdeutschland ergibt sich insgesamt jedoch eine nur unterdurchschnittliche Online-Verbreitung. (PC-WELT, 05.04.2000, sp)

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