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Weltweiter Schlag gegen Raubkopierer

12.12.2001 | 12:43 Uhr |

Nach 15-monatigen Undercover-Ermittlungen haben Strafverfolgungsbehörden in den USA, Australien, Großbritannien, Finnland und Norwegen eine Razzia gegen Internet-Anbieter von raubkopierter Software veranstaltet. Die Sicherheitsbehörden nahmen 67 Verdächtige rund um den Globus fest.

Nach 15-monatigen Undercover-Ermittlungen haben Strafverfolgungsbehörden in den USA, Australien, Großbritannien, Finnland und Norwegen eine Razzia gegen Internet-Anbieter von raubkopierter Software veranstaltet. Die Sicherheitsbehörden nahmen 67 Verdächtige rund um den Globus fest, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet.

In den USA beschlagnahmte die Bundespolizei FBI 65 Rechner in Firmen und Universitäten (darunter auch dem Bostoner MIT). Insgesamt 62 Verdächtige - die Bandbreite reicht vom Studenten bis zum ISP-Manager - wurden festgenommen, einige von ihnen zeigten sich bereits kooperationswillig. Ihnen drohen in den USA Strafen von bis zu 250.000 Dollar sowie drei bis fünf Jahre Gefängnis. 19 weitere Durchsuchungen und fünf Festnahmen gab es in den anderen Ländern.

Im Visier der "Operation Buccaneer" stand vor allem die Cracker-Gruppe "DrinkOrDie", die in einschlägigen Kreisen ein hohes Renommee genießt. DOD entstand 1993 in Russland (inzwischen sitzen die führenden Köpfe aber in den USA und Australien) und wurde 1995 schlagartig bekannt, als Mitglieder Kopierschutzmechanismen des Microsoft-Betriebssystems Windows 95 aushebelten und die Software zwei Wochen vor dem Hersteller selbst in Umlauf brachten.

Haftstrafen für Software-Piraten (PC-WELT Online, 30.11.2001)

Cracker-Angriff legt Homepages von Freenet flach (PC-WELT Online, 29.11.2001)

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