2111876

Weltraum-Schmetterling: Spektakuläres Foto zeigt sterbende Sterne

27.08.2015 | 14:40 Uhr |

Das Hubble-Weltraum-Teleskop hat ein faszinierendes Foto des „Schmetterlingsnebels“ 2100 Lichtjahre von der Erde entfernt aufgenommen. Die kuriose Form und die beeindruckenden Farben entstehen durch zwei sterbende Sterne.

Das Hubble-Weltraum-Teleskop hat ein neues faszinierendes Foto eines regenbogenfarbenen „Weltraum-Schmetterlings“ aufgenommen, wie die europäische Weltraumorganisation ESA mitteilt. Wobei der Begriff Schmetterling die Form des planetarischen Nebels beschreibt, den zwei Sterne erzeugen, die rund 2100 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Dieser „Schmetterlingsnebel“, von Astronomen als PN M2-9 bezeichnet, befindet sich im Sternbild Schlangenträger. 
 
Die kuriose Schmetterlingsform kommt dadurch zustande, dass sich in M2-9 gleich zwei Sterne befinden. Das beeindruckende galaktische Farb- Spektrum hat aber einen tödlichen Grund: Denn in M2-9 stirbt gerade einer dieser beiden Sterne.
 
Dabei handelt es sich um den größeren der beiden Sterne von M2-9. Der sterbende Stern hat bereits seine äußeren Gasschichten abgeworfen. Sein nun offen liegender Kern verursacht das helle Licht in M2-9 und damit auch das beeindruckende Farbspektrum.

Die merkwürdige Schmetterlingsform wird mitverursacht durch den zweiten Stern, einen so genannten „weißen Zwerg“. So nennen Astronomen einen sterbenden Stern im Endstadium – dieser kleinere Stern ist also auf seinem Todesweg schon weiter fortgeschritten als der größere der beiden Sterne. Dieser kleinere der beiden Sterne soll sich um den größeren bewegen und dabei die ausströmenden Gase des größeren Sterns ins Weltall schleudern, wobei das Gas dann diese Schmetterlings-artige Flügelform annimmt.

Die blau schimmernden Teile dieser Flügel sind diejenigen mit der schnellsten Gasströmung. Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von einer Million Kilometer pro Stunde.

Zuletzt hatte die ESA Fotos im Netz verbreitet, auf welchen die Gasfontänen von Komet Tschuri zu sehen sind, die der Sonde Philae begegnen.

 

0 Kommentare zu diesem Artikel
2111876