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Weltkarte der gefährlichen Websites

13.03.2007 | 15:32 Uhr |

Eine Studie von McAfee Siteadvisor zeigt, in welchen Ländern die meisten gefährlichen Websites auf ahnungslose Besucher lauern. Deutschland zählt demnach noch zu den eher sicheren Gegenden.

Unter dem Titel "Mapping the Mal Web" hat McAfee eine Studie vorgelegt, in der mehr als 250 Länder-Domains (wie .de, .at) und generische Top-Level-Domains (wie .com, .org) nach der Zahl der Websites geordnet sind, die gefährliche Inhalte aufweisen. Die Zahlen basieren auf den automatischen Tests von Siteadvisor , das Websites nach Kriterien wie Popups, gefährliche Downloads oder Spam untersucht. Hinzu kommen Meldungen von Benutzern und manuelle Analysen von Mitarbeitern.

Dabei hat sich heraus gestellt, das der deutsche Teil des Web vergleichsweise wenig gefährlich ist. Etwa ein Prozent der Websites unter .de hat einen oder mehrere der Tests nicht bestanden. Damit liegt Deutschland insgesamt auf Rang 33. Zu den gefährlichsten Gegenden sind demnach Rumänien (.ro) mit 5,6 Prozent und Russland (.ru) mit 4,5 Prozent riskoreicher Websites zu zählen. Spitzenreiter ist mit 10,1 Prozent das Südsee-Atoll Tokelau (.tk), gefolgt von Samoa (5,8 Prozent). China (.cn) folgt mit 3,7 Prozent erst auf dem elften Platz. Skandinavien ist hingegen eine recht harmlose Gegend des Web.

Unter den generischen Top-Level-Domains (TLD) führt .info mit 7,5 Prozent und folgt damit insgesamt hinter Tokelau auf Rang 2. Die für kommerzielle Zwecke vorgesehene TLD .com folgt auf dem fünften Platz (5,5 Prozent) und liegt somit wie .biz (Platz 6 mit 4,9 Prozent) zwischen Rumänien (4.) und Russland (7.). Die sehr große Zahl von Domains unter .com führt jedoch dazu, dass 86,6 Prozent der risikobehafteten Website-Aufrufe auf diesen Teil des Internets entfallen. Zu welchen Ländern diese Websites zu zählen sind, schlüsselt die Studie leider nicht auf - diese Zuordnung ist jedoch auch für den Besucher einer Website nicht ohne weiteres erkennbar.

Ein interaktive Karte (Flash) mit Zoom-Funktion ermöglicht das Stöbern in den Ergebnissen. In dieser Karte sind die Gefahrenpotenziale durch eine abgestufte Farbgebung kenntlich gemacht. Die Studie ist auch in deutscher Sprache kostenlos erhältlich. Die PDF-Datei umfasst 27 Seiten und ist 1,56 MB groß.

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