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Weiterentwicklung von Web-Browsern

17.06.2006 | 14:32 Uhr |

Das Surfen im Internet funktioniert schon seit vielen Jahren mit Hilfe der gleichen Technologie. Nun versuchen sich Start-Ups an einer Weiterentwicklung der Webnavigation.

Schon seit Jahren scheint die Technik hinter Webbrowsern festgefahren zu sein. Trotz der Tatsache, dass das Internet mit immer neuen Inhaltstypen und Communities explodiert, hat sich die Art und Weise der Informationsbeschaffung zwischen 1997 bis 2004 nur wenig verändert. Erst danach war es möglich, mit einer Vielzahl an Open-Source Browsern frischen Wind in den bis dato von Microsoft dominierten Markt zu bringen. Junge Firmen versuchen nun einige der lange währenden Probleme aus dem Weg zu schaffen.

Browster bietet beispielsweise ein kostenloses Add-On für den Internet Explorer und Firefox an, welches eine einfache Alternative zur Verwendung des “Zurück“-Buttons darstellt. So kann man sich damit die Websites, die sich hinter einem Link befinden, bereits anzeigen lassen, indem man diese einfach mit der Maus überfährt. So erspart man sich das lästige Zurückklicken oder das Öffnen in einem neuen Fenster. An einem gänzlich neuen Browser hingegen arbeit Flock . Dieser soll vor allem soziale Bereiche wie Blogging, Fotogalerien oder RSS-Feeds vereinfachen. So können Fotos einfach per Drag&Drop in das Browser-Fenster gezogen und so ins Internet hoch geladen werden. Eine erste Beta-Version wird für die kommenden Wochen erwartet.

Natürlich versuchen auch die etablierten Firmen ihre Browser mit Updates zu versehen. Doch diese umfassen meist nur kleine Verbesserungen oder Imitationen des Funktionsumfangs der Konkurrenz (tabbed browsing im Internet Explorer 7.0 ). Die grundlegenden Funktionen des Surfens haben sich jedoch seit dem ersten Browser „Mosaic“ aus dem Jahre 1992 nur geringfügig verändert. So ist es bei der Suche im Netz schon fast zur Gewohnheit geworden, Links in einem neuen Fenster oder Tab zu öffnen, um zum vorherigen Suchergebnis zurückkehren zu können. Diese Arbeitsweise ist über die Jahre schon derart vertraut geworden, dass Veränderungen nur schwer vorstellbar sind. Hier bieten die Innovationen von Browster und Co. neue Alternativen.

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