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Weitere Anhörung im Napster-Fall

16.03.2001 | 11:44 Uhr |

Nach einem erfolglosen Wettrennen gegen die Zeit in ihrem Copyright-Konflikt mit der Musikindustrie hat die Musikaustauschbörse Napster am Donnerstag eine neue "juristische Front" eröffnet.

Nach einem erfolglosen Wettrennen gegen die Zeit in ihrem Copyright-Konflikt mit der Musikindustrie hat die Musikaustauschbörse Napster am Donnerstag eine neue "juristische Front" eröffnet.

In einer Eingabe an Bundesrichterin Marilyn Patel in San Francisco wandte sich Napster gegen die Forderung der Industrie, schon vor der Unterrichtung durch die Plattenfirmen die Urheberrechte angebotener Songs zu klären. Das Unternehmen beantragte eine weitere Anhörung. Die Musiktauschbörse hatte es zuvor nicht geschafft, alle geschützten Titel rechtzeitig vom Markt zu nehmen.

Nur 26.000 von 135.000 wurden nach Angaben des Unternehmens bis zum Ablauf der gesetzten 72-stündigen Frist am Mittwochabend (Ortszeit) aus dem Angebot getilgt. Napster machte unvollständige Daten der US-Musikindustrie dafür verantwortlich. Viele der genannten Titel hätten keine Registriernummer gehabt. "Wenn es keine Registriernummer gibt, wird Napster (die Songs) nicht ausschließen." Nach Informationen des Mediendienstes Webnoize ging der kostenlose Musiktausch seit der Filterung um 60 Prozent zurück.

Eine Sprecherin der "Recording Industry Association of America (RIAA)", die Napster wegen der Verletzung von Urheberrechten verklagt hatte, kritisierte das Vorgehen als Verzögerungstaktik. Die Anordnung der Richterin sei eindeutig, sagte Sprecherin Amy Weiss. (PC-WELT, 16.03.2001, dpa/ ml)

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