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Weißrussen entwickeln Windows-Konkurrenz

An einer günstigen Alternative zum Betriebssystem Windows arbeiten derzeit Wissenschaftler in Weißrussland. Die Software soll einen offenen Quellcode haben und für etwa 12 Euro angeboten werden. Laut den Entwicklern seien auch die Europäische Union (EU) und die NATO an dem Projekt interessiert.

Als Alternative zum marktbeherrschenden Betriebssystem Windows der US-Firma Microsoft arbeiten Wissenschaftler in Weißrussland an einer eigenen Computersoftware. Das billige weißrussische Betriebssystem werde ähnlich wie Linux einen offenen Quellcode haben, sagte der Informatiker Michail Machanek von der Akademie der Wissenschaften in Minsk nach Berichten vom Freitag. An dem Projekt seien nach seinen Angaben auch die Europäische Union (EU) und die NATO interessiert.

Der autoritär herrschende Präsident Alexander Lukaschenko hatte in der Vergangenheit die hohen Kosten für Software aus dem Ausland kritisiert. "Einfachen Bürgern fällt es schwer, ein Betriebssystem für 300 US-Dollar zu kaufen", erklärte auch Machanek. Deshalb kursierten die Microsoft-Programme in Osteuropa so oft als Raubkopien. Das weißrussische Windows solle dagegen nur etwa zwölf Euro kosten.

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