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Alte Bekannte auf dem Gabentisch

Motorola stimmt sich bereits auf das nahende Weihnachtsfest ein und zeigt mit den Modellen RAZR2 V8 und MOTOROKR Z6 zwei bekannte Gesichter, mit denen in den kommenden Monaten die Verkaufszahlen wieder gesteigert werden sollen. Ob die Geräte das erwartete Ziel erfüllen können, bleibt abzuwarten.

Mit steigendem Alter wird Weihnachten schnell zum hektischen Spießrutenlauf, den insbesondere die Herren der Schöpfung gerne bis zum letztmöglichen Zeitpunkt aufschieben. Wenn man dann am 24. Dezember vor den geplünderten Regalen im Einkaufszentrum steht, stellt sich traditionell die Frage, womit die Liebste dieses Jahr überrascht werden möchte. Haben Tischkreissäge und Schlagbohrmaschine bereits in den Jahren zuvor unterm Tannenbaum gelegen und der neue Plasma-TV das ersparte Budget gesprengt, könnte der Gang in die Mobilfunk-Abteilung bei der Ideenfindung weiterhelfen.

Bereits drei Monate vor dem Tag X hat Motorola sein Lineup für Weihnachten vorgestellt, dabei trifft man auf zwei alte Bekannte. Das RAZR2 V8 ist bereits seit Ende Juli exklusiv bei T-Mobile erhältlich und soll in die Fußstapfen seines populären Vorgängers RAZR V3 treten. Hingegen spricht das MOTOROKR Z6 vor allem Musikbegeisterte an.

Schon der Blick auf die technischen Daten des V8 macht Lust auf mehr: Ein 500 MHz schneller ARM-Prozessor sorgt für den nötigen Vortrieb, der interne Speicher von 512 MB bietet Platz für allerlei Spielereien und als besonderes Highlight kann der Mediaplayer über den externen 2,2 Zoll großen Touchscreen gesteuert werden. Das Design ist augenscheinlich ans Ur-RAZR V3 angelehnt und soll zumindest aus optischer Sicht die enge Verwandtschaft verdeutlichen.

Beim Multimedia-Slider Z6 wird die Nähe zum musikalischen Entertainment mit einer poppigen schwarz-bunten Hülle signalisiert. Zwar ist der interne Speicher mit 64 MB sehr übersichtlich ausgefallen und bietet kaum mehr als 15 Titeln im MP3-Format Platz, über microSD lässt sich jedoch Platz für bis zu 2 GB an zusätzlichen Daten hinzufügen. Der Fotospaß kommt ebenfalls nicht zu kurz, eine 2 Megapixel-Kamera versorgt den Nutzer mit hochauflösenden Bildern. Ohne Vertrag ist das V8 laut Hersteller für 399 Euro zu haben, für das Z6 muss der Kunde 249 Euro auf den Tisch legen.

Trotz der Qualitäten beider Modelle bleibt zu hoffen, dass Motorola jetzt nachlegt und zum wirtschaftlich wichtigen Weihnachtsgeschäft einige Neuvorstellungen im mittleren und gehobenen Preissegment in der Hinterhand bereit hält. In den vergangenen Monaten gerieten die US-Amerikaner durch die erstarkende Konkurrenz aus Fernost zunehmend unter Druck und mussten erhebliche Marktanteile abgeben. Grund für die Entwicklung ist ein schwaches Produktportfolio, das nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt ist. Wenn Motorola in den kommenden Monaten nicht mit neuen Geräten auf die Absatzrückgänge reagiert, könnte vor allem der bereits jetzt bröckelnde Marktanteil in EMEA (Europe, Middle East, Africa) einbrechen.

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