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Letzter Strohhalm für Gamesbranche

13.12.2009 | 14:03 Uhr |

Die Videospielindustrie klammert sich mit dem Weihnachtsgeschäft an den letzten verbleibenden Strohhalm im Krisenjahr 2009.

Im November blieb der Absatz jedoch noch ähnlich verhalten als in den Monaten zuvor, wie Daten der NPD Group zeigen. Dabei verzeichneten einzelne Titel wie Call of Duty: Modern Warfare 2 von Activision einen durchaus starken Monat. Zudem erreichen die Branche im Vergleich zur ersten Jahreshälfte klare Zeichen der Erholung. "Wir spüren Anzeichen eines sehr guten Weihnachtsgeschäfts und sind zuversichtlich, dass es den Prognosen gemäß zufriedenstellend verläuft", meint Martin Lorber, Sprecher von EA Deutschland , im Gespräch mit pressetext. Dem Brancheninsider zufolge liege darauf der Schwerpunkt, um Marktanteile auszubauen. Konkrete Zahlen für das Gesamtjahr könne es jedoch erst nach Ende des Weihnachtsgeschäfts geben. Davon hänge auch eine Prognose für das kommende Jahr ab.

Den NPD-Zahlen zufolge sind die ersten elf Monate dieses Jahres für die Branche abzuhaken. Allerdings bremste sich der Absatzschwund gegen Jahresende ein. Die Verkäufe schrumpften im November im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent. Die gesamte US-Industrie setzte dennoch immerhin 2,7 Mrd. Dollar um. "Wir müssen realisieren, wie unglaublich das Jahr 2008 war", wird NPD-Analystin Anita Frazier von Cnet zitiert. Das Krisenjahr 2009 steht im Games-Sektor im Verhältnis zum Rekordjahr 2008. Trotz der deutlich geschrumpften Verkäufe sei der Absatz beachtlich und der Vormonat immerhin der zweitstärkste November der Branche.

(pte)

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