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Wegen Sicherheitsbedenken: MSN Messenger Beta auf Eis gelegt

07.10.2004 | 13:22 Uhr |

Die Beta des MSN Messenger 7 weist ein potenzielles Sicherheitsleck auf. Eine Funktion zum Versand von Animationen kann dazu genutzt werden, dass System eines Anwenders in die Hand zu bekommen.

Microsoft hat die mit Hilfe eines begrenzten Anwender-Kreises durchgeführte Beta-Testphase der nächsten Version seines MSN Messenger ausgesetzt. Wegen einer potenziellen Sicherheitslücke, so eine Unternehmenssprecherin. Tester hatten das Leck im MSN Messenger 7 (Beta) Berichten der Website Mess.be zufolge kurz nach Bereitstellung des Clients entdeckt.

Problematisch ist demnach ein neu eingeführtes Feature namens "winks". Es erlaubt Anwendern, sich gegenseitig Sound-Animationen zu zuschicken. In der Testversion sollten zwar nur "freigegebene Animationen" versandt werden können, das Feature kann aber dahingehend ausgenutzt werden, manipulierte Animationen zu verschicken. Angreifer sollen in der Folge das System eines Anwenders übernehmen und beliebige Tasks starten können.

Microsoft hat sich daher entschieden, den Test auszusetzen und die Sache genauer unter Lupe zu nehmen. Eine neue Version des Clients, erst einmal ohne Winks-Feature, wird im Laufe der nächsten Woche bereitgestellt.

Bislang unklar ist, wie viele Anwender sich die in Frage kommende Beta-Version des MSN Messenger 7 gesaugt haben und nutzen. Offiziell hatte zwar nur eine kleine Gruppe Zugriffsmöglichkeiten auf den Download bekommen, aber die Beta tauchte wie üblich kurze Zeit nach Veröffentlichung schon an diversen Stellen im Internet auf.

Spätestens in der Final-Version soll "winks" dann wieder enthalten sein - die Veröffentlichung des MSN Messenger 7 ist für das erste Quartal 2005 vorgesehen.

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