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Facebook-Betrüger locken mit Erfolgsgeschichten

14.06.2010 | 15:12 Uhr |

In einer mittlerweile auf mehr als 260.000 Mitglieder angewachsenen Facebook-Gruppe verticken Online-Betrüger eine vorgebliche Methode, um im Internet schnell reich zu werden. Sie funktioniert sogar - für die Anbieter.

Online-Kriminelle suchen auf Facebook nicht nur nach Geldwäschern sondern auch nach Opfern für andere Betrügereien. Bereits seit etlichen Jahren werden im Internet dubiose Anleitungen zu schnellem Reichtum angeboten. Zumindest den Betrügern bringen sie eine Menge Geld ein, wie dieses Beispiel zeigt.

Die von einer "Ulrike" gegründete Facebook-Gruppe "Drop The Internet Stacks of Money And Quit Your Job" dient letztlich nur dazu neue potenzielle Opfer auf eine gefälschte Nachrichten-Website im Stil einer Zeitung zu locken. Angeblich würde Ulrikes Freund dort allgemein verständlich erklären, wie man im Internet das schnelle Geld machen kann. Tatsächlich finden sich dort vor allem angebliche Erfolgsgeschichten von Hausfrauen, die mehrere tausend Dollar in der Woche einnehmen.

Wer das auch möchte, soll für nur 1,97 US-Dollar einem "Web Profit Club" beitreten oder, wie Francois Paget zum gleichen Thema im McAfee Avert Blog berichtet, für 2,97 US-Dollar ein Erfolgspaket kaufen. Dazu müssen sich angehende Millionäre mit Name, Adresse und Kreditkartennummer anmelden. Die Nutzung einer SSL-verschlüsselten Website für die Bestellung soll Seriosität und Sicherheit suggerieren. Diese ist jedoch viel zu bunt und reißerisch, um seriös zu sein.

Wie die Betrüger reich werden, zeigt der Blick ins Kleingedruckte: Wer nicht nach wenigen Tagen Probierzeit kündigt, hat ein Abonnement mit 93,67 Dollar Jahresgebühr am Hacken. Kündigen kann man nur, wenn man es schafft den Kundendienst über eine von mehreren Telefonnummern in Panama zu erreichen. Doch das scheitert, niemand geht ans Telefon.

So bleibt als Ausweg Kontakt mit seinem Kreditkartenunternehmen aufzunehmen und die Zahlungen an die Betrüger stornieren zu lassen. Die gleiche Bande bietet auch Nahrungsergänzungsmittel, Zahnbleiche oder elektronische Zigaretten feil.

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