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Weder Tinte noch Laser: Ricoh setzt beim Drucken auf Gel

29.04.2005 | 14:11 Uhr |

Gelsprinter Technik - irgendwo zwischen Festtinte und Tinte.

Eigene technische Wege geht Ricoh mit den A4-Druckermodellen Aficio Gelsprinter G500 und G700. Sie arbeiten statt mit herkömmlicher Tinte mit einer tintenähnlichen Flüssigkeit, die sich beim Auftreffen auf dem Papier in Gel verwandelt. Der Vorteil laut Hersteller: Eine extrem kurze Trocknungszeit. Denn das "Flüssiggel" sinkt weniger stark als Tinte in die Papierfasern ein.

Das ist eine Voraussetzung, so richtig Tempo beim Druck zu machen: Ricoh gibt die Druckgeschwindigkeit mit 14 farbigen Seiten pro Minute an. Um das zu erreichen, sollen außerdem der mit 3,23 Zentimetern relativ große Piezo-Druckkopf sowie die Transportmethode des Papiers selbst beitragen. Hier baut der Hersteller anstelle von Rollen auf ein Transportband.

Ricoh sieht den Einsatz der Modelle auf das Büro konzentriert. Es stehe die Bürokommunikation im Vordergrund – weniger die Druckqualität. Deshalb sind die Drucker ausschließlich als Arbeitsplatzgeräte und Alternative zum Laserdrucker gedacht. Sie bieten eine Auflösung von maximal 1200 dpi und lassen sich über eine USB-2.0-Full-Speed-Schnittstelle mit dem Rechner verbinden. Alternativ können sie via optionalen Printserver (rund 170 Euro) ins Netzwerk integriert werden.

In Sachen Verbrauchskosten gibt Ricoh an, dass man mit der Lasertechnik konkurrenzfähig sein will. Der Druckkopf soll nicht getauscht werden müssen, vielmehr ein Druckerleben lang halten. Die Kartuschen sind separat und in zwei Füllmengen (Standard, High Capacity) zu haben. Je nach Füllmenge geht der Hersteller für die Farbseite bei einer Deckung von fünf Prozent pro Farbe von neun bis 11 Cent pro Seite aus.

Der G500 ist das Basismodell und soll rund 330 Euro (zuzüglich MwSt.) kosten. Mit einer Duplexeinheit ausgestattet ist die Variante G700 für etwa 450 Euro (zuzüglich MwSt). Die Geräte sind ab Juni 2005 im Fachhandel verfügbar.

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