22.10.2008, 16:29

Hans-Christian Dirscherl

Wechsel

Systems wird nächstes Jahr anders

Die Zahl der Aussteller auf der Systems in München ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die Messe-Leitung reagiert: In dieser Form wird es die Systems nächstes Jahr nicht mehr geben.
Wie die Veranstalter soeben bekannt gaben, fand die Systems in dieser Form dieses Jahr zum letzten Mal statt. Sie wird ab dem kommenden Jahr durch zwei neue Veranstaltungen ersetzt. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitsmesse und um eine "neue, internationale Kommunikations-, Vertriebs- und Marketingplattform für die ITK-Branche".
Am 21. Oktober öffnete die Systems 2008 ihre Pforten. Der erste Tag verlief richtig gemütlich, nirgends größere Menschenmassen, man behält als Besucher problemlos den Überblick und findet sich leicht zurecht. Etwas kurios wirkt allerdings der Bierwagen des Augustinerbräu, an dem alle Besucher vorbei müssen, wenn sie über die langen Rollbänder in die einzelnen Messehallen wollen.
Wie fast immer bei derartigen Messen spielt die Jobvermittlung eine wichtig Rolle. Die Systems macht da keine Ausnahme. Neben den üblichen Verdächtigen wie Personalagenturen und der Arbeitsagentur, die sich in der JobTown in Halle B2 tummeln, hat dort auch der Bundesnachrichtendienst einen kleinen Info-Stand aufgebaut. Wer sich also für eine Job als Geheimdienstler interessiert, sollte dort vorbei schauen. Aber Achtung: Denken Sie daran, dass der BND umzieht - von Pullach bei München nach Berlin. Sollten Sie also gerade ein Häuschen bei München gebaut haben und keine Lust auf Umzug haben, dann sind die Schlapphüte als Arbeitgeber für Sie weniger geeignet. Am Freitag, den 24.10.2008, ist zudem eine spezieller "JobTag" auf der Systems. Am schwarzen Brett der JobTown sind zudem aktuelle Stellenangebote ausgehängt.
Eine ganze Halle - nämlich B3 - ist der Security gewidmet. Das überrascht nicht, Sicherheit war schon immer ein wichtiges Messethema. Schon etwas überraschender ist dagegen die Tatsache, dass sich unter den Sicherheitsfirmen in Halle B3 auch der Google-Stand befindet - schon von weitem an den bunten Sitzwürfeln leicht zu erkennen. Dort kann man sich über die verschiedenen Google-Produkte für Unternehmen wie beispielsweise Google Apps informieren.
Linux-Fans kommen in Halle B2 auf ihre Kosten. Zahlreiche Einzelprojekte aus dem Linux- und Open Source-Umfeld sind dort mit eigenen Ständen vertreten. Beispielsweise Limux - das Linux-Projekt der Stadt München. Und Openoffice.org. Außerdem gibt es Einzelstände für Ubuntu, Debian, Samba, Skolelinux, Linux Kommunale und Konsorten. Tipp: Wenn Sie durch die Hallen und Flure streifen, dann halten Sie Ausschau nach kostenlosen Zeitschriften und Zeitungen. Viele bekannte und auch weniger bekannte Verlage haben Freiexemplare auslegt. Da es sich dabei fast durchwegs um hochpreisige Fachpublikationen handelt, können Sie richtig Geld sparen, wenn Sie aufmerksam sind.
Fans alter Autos im allgemeinen und luftgekühlter Volkswagen im besonderen wird der Anblick vor dem Messe-Eingang West in Entzücken versetzen. Dort wirbt das Unternehmen CSS (das nichts mit den Cascading Style Sheets zu tun hat) mit einem optisch topfitten VW-Bus-Oldtimer vom Typ T2b um Aufmerksamkeit (siehe Bild zu dieser Meldung). Aber nicht einfach ein normaler T2, nein, es handelt sich dabei um einen Original Camping-Ausbau von Westfalia mit Hochdach, in den Sie gerne einen Blick werfen können. Wie der Bus allerdings aus der TÜV-Perspektive aussieht, konnten wir nicht nachprüfen (wir krochen nicht unter das Fahrzeug), einen Blick ist das Liebhaber-Fahrzeug aber in jedem Fall wert.
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