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Webroot: Spywareschutz in Vista in fast wirkungslos

30.01.2007 | 14:23 Uhr |

Anders als Vorgänger Windows XP verfügt Vista nicht nur über eine (verbesserte) Firewall, sondern mit "Defender" auch über ein Tool zum Aufspüren von Spyware. Doch die Experten des Sicherheitsunternehmens Webroot trauen Defender nicht viel zu. Wenn die Ergebnisse von Webroot stimmen, dann ist Defender beim Aufspüren von Spyware fast blind, zumindest aber sehr fehlerbehaftet.

Die "Webroot Threat Researcher" (also das Team von Webroot, das nach Bedrohungen sucht) hat festgestellt, dass das in Vista integrierte Antispyware-Tool Defender 84 Prozent der überprüften Spyware-Programme nicht blockiert. Darunter befinden sich 15 Prozent der am häufigsten vorkommenden Spywareprogramme.

Zudem würden die Suchdefinitionen, nach denen Defender Spyware aufspürt, nur langsam - zu langsam - aktualisiert. Defender würde im Vergleich zu Schutzsoftware von Drittanbietern insgesamt schlecht abschneiden. Ein weiterer Kritikpunkt: Die neue Benutzerzugriffskontrolle von Vista sei ebenfalls nicht ausreichend. Außerdem kritisieren die Leute von Webroot, dass in Vista kein kostenloser Virenscanner integriert sei. Microsoft hat zwar mit Live Onecare eine Schutzsoftware entwickelt, verkauft diese aber nur gegen Bares.

Die Schlussfolgerung, die Webroot aus dem angeblichen/tatsächlichen Versagen von Defender zieht, scheint allerdings von eigenen kommerziellen Interessen bestimmt zu sein: Webroot empfiehlt Vista-Anwendern nämlich, zusätzliche Schutzsoftware zu installieren (und zu kaufen). Da trifft es sich doch hervorragend, dass Webroot Antispyware-Software, Virenscanner und Sicherheitssuites gleich selbst herstellt...

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