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Weblogs und ihre Nutzer: Wissensdurstige und Selbstdarsteller

21.04.2007 | 14:07 Uhr |

Ein Weblog, kurz Blog, ist ein Online-Journal, das immer neue, chronologisch sortierte Einträge enthält. Eine Studie hat sich die Blog-Nutzer etwas genauer angeschaut und unterscheidet sie in fünf Gruppen.

Die Bezeichnung Weblog setzt sich zusammen aus „Web“ und „Log“. Während „Web“ das Internet bezeichnet, kommt „Log“ vom Wort „Logbuch“ und beschreibt laut Definition die chronologische Aufzeichnung von Ereignissen. In einem Blog können die Einträge des „Bloggers“ kommentiert und in anderen Blogs verlinkt werden. Der Trend boomt. Die Suchmaschine Technorati beispielsweise, listet nach eigenen Angaben etwa 75 Millionen Blogs auf.

Die Universität Leipzig hat sich die virtuellen „Tagebuchschreiber“ etwas näher angeschaut und unterscheidet in einer Studie fünf verschiedene Gruppen von Blog-Nutzern. Die so genannten „Wissensdurstigen“ bilden dabei mit 23, 7 Prozent die größte Gruppe. Sie nutzen Blogs vor allem, um nach Hintergrundinformationen zu suchen, da sie den klassischen Medien wie Fernsehen oder Tageszeitungen weniger trauen. Ebenfalls eher aus Blog-Lesern als aus Blog-Schreibern bestehen, laut Studie, die beiden weiteren Gruppen der „Informationssucher“ mit 18,9 Prozent und der „aktiven Konsumenten“ mit 22,8 Prozent.

Ihre soziale Seite leben vor allem die „social networker“, 17,7 Prozent der Befragten, aus. Blogs werden von ihnen vor allem genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, neue Bekanntschaften zu knüpfen oder sich mit anderen Blog-Nutzern auszutauschen. Die „Selbstdarsteller“ (17,7 Prozent) hingegen nutzen Blogs vor allem um Dampf abzulassen. Diese Gruppe will in ihren Beiträgen Ärger und Kritik loswerden.

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