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Firefox erhält echte 3D-Unterstützung (Update: Demo-Site)

23.09.2009 | 14:53 Uhr |

Echtes 3D im Browser: Die Entwickler von Firefox haben in einer frühen Browser-Version die Unterstützung von WebGL implementiert.

Update: Mittlerweile haben die Mozilla-Entwickler eine Demo-Site online gestellt , auf der WebGL in Aktion bestaunt werden kann. Wichtig: Sie benötigen die spezielle Firefox-Version (siehe unten) und OpenGL muss durch die Grafikkarte unterstützt werden. Weitere Details zu der Demo finden Sie in diesem Blog-Eintrag von Vukicevic.

Laut Angaben des Firefox-Enwicklers Vladimir Vukicevic begannen bei Mozilla bereits vor langer Zeit die Experimente an Canvas 3D. Letztendlich handelt es sich dabei um eine Methode, um auf OpenGL innerhalb eines Browsers über HTML5 Canvas-Tags zuzugreifen. Anfang dieses Jahres begann dann schließlich die Standardisierung zusammen mit der Khronos Group, die die Weiterentwicklung von OpenGL steuert und überwacht.

In diesen Nightly-Builds von Firefox ist die Unterstützung von WebGL integriert. Diese WebGL-Unterstützung muss der Anwender allerdings manuell aktivieren.

Dazu geben Sie in der Adresszeile

about:config

ein und bestätigen dann den Warnhinweis mit einem Klick auf den Button "I´ll be careful, I promise!". Anschließend geben Sie im Feld Filter den Suchbegriff "WebGL" ein. Der WebGL-Wert

webgl.enabled_for_all_sites

steht standardmäßig auf "false" mit einem Doppelklick setzen Sie ihn auf "true", wodurch die WebGL-Unterstützung für alle Websites eingeschaltet wird.

Vukicevic weist ausdrücklich darauf hin, dass die WebGL-Unterstützung in Firefox noch in einem extrem frühen Stadium ist. Wichtig sei, dass auf dem Rechner aktuelle OpenGL-Treiber installiert seien. Außerdem habe man noch viel Entwicklungsarbeit vor sich und auch noch einige Probleme zu lösen. Damit dürfte die vollständige WebGL-Unterstützung frühestens in Firefox 3.7 wenn nicht sogar erst in Firefox 4.0 enthalten sein .

Auch in der beispielsweise von Safari genutzten Browser-Engine Webkit wurde kürzlich der erste Code für die WebGL-Unterstützung implementiert. Laut Angaben von Vukicevic wird es in der ersten Phase wohl häufiger Fälle von Inkompatibilitäten zwischen den Browsern geben, die aber ziemlich zügig behoben werden sollen.

Was ist so toll an WebGL?

Nun - einfach ausgedrückt: WebGL ermöglich "echte" (hardware-beschleunigte) 3D-Grafik ohne ein Plugin herunterladen zu müssen. Dabei kommt HTML5 zum Einsatz, das über Javascript in einem zugewiesenen Bereich ("Canvas") OpenGL einbindet und dort dann 3D-Grafiken zeichnen kann. Dadurch werden 3D-Spiele und 3D-Applikationen möglich, die völlig im Browser laufen und bei deren Entwicklung nicht die Plattform berücksichtigt werden muss.

Die Webkit-Entwickler demonstrieren in diesem Video die Vorteile von WebGL im Browser:

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