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Web.de: Aktionäre billigen Portal-Verkauf

Die Aktionäre des Internetdienstleisters Web.de haben am Donnerstag in Karlsruhe dem Verkauf des erfolgreichen Internetportals zugestimmt.

Die Aktionäre des Internetdienstleisters Web.de haben am Donnerstag in Karlsruhe dem Verkauf des erfolgreichen Internetportals zugestimmt. Nach Unternehmensangaben gab es eine klare Mehrheit für das Projekt. Auch das Bundeskartellamt hat den über 330 Millionen Euro teuren Verkauf des erfolgreichen Portals Web.de an den Internetdienstleister United Internet (GMX, 1&1) in Montabaur bereits genehmigt. Nach Abschluss des Geschäfts soll die Web.de AG in Combots AG umbenannt werden. Der Name Web.de bleibt für das verkaufte Portal allerdings erhalten.

Da es trotz des am Ende klaren Votums unter den Aktionären einen großen Diskussionsbedarf gab, musste die am Mittwoch begonnene Hauptversammlung am Donnerstag fortgesetzt werden. Dabei äußerten einige der über 200 anwesenden Aktionäre die Sorge, dass das erfolgreiche Portal zwar ordentlich "versilbert" werde, die vom Vorstand angepriesene Alternative einer Web-Telekommunikation aber Verluste bescheren könnte.

Viel optimistischer zeigte sich der Web.de-Vorstand am Vortag bei der Präsentation der neuen Pläne in Sachen Web-Telekommunikation. Danach strebt das im Tec-DAX gelistete Unternehmen mit Combots, dem Nachfolgeprodukt der verlustreichen Internet-Kommunikationsplattform Comwin, in einigen Jahren die Marktführerschaft an. Das neue System soll neben einem leichteren Datenaustausch eine bequeme Kommunikation mittels Telefon, Handy und Computer ermöglichen. Unter günstigen Voraussetzungen wollte der Vorstand nicht ausschließen, bereits 2007 mit der neuen Kommunikationsplattform die Gewinnschwelle erreichen zu können.

Web.de-Umbenennung: Erst mal ändert sich nichts (Update) (PC-WELT Online, 07.07.2005)

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