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Web.de AG wird zu Combots AG

Web.de gehört zum Internet wie GMX, T-Online und Internet Explorer. Doch bald wird dieser Unternehmensname verschwinden.

Einer der berühmtesten Namen der Internet-Gründerphase in Deutschland wird bald Geschichte sein. Denn die Web.de -AG soll noch in diesem Jahr in Combots AG umbenannt werden.

Bei dem namensgebenden Combots handelt es sich um den Nachfolger von com.win, einem Kommunikationstool von Web.de. Die Umbenennung erfolgt, sofern die Aktionäre dem zustimmen. Das Portal-Kerngeschäft von Web.de (Freemail) wird - wie bereits seit längerem bekannt ist - an United Internet (GMX, 1&1) verkauft. Dem müssen die Inhaber von Web.de-Aktien ebenfalls noch zustimmen. Der Schritt bedeutet, dass rund 98 Prozent des bisherigen Web.de-Umsatzes künftig wegfallen. Der Verkaufspreis beträgt 337 Millionen Euro.

Im Zuge der Transaktion wird Matthias Greve das Unternehmen verlassen und in den Vorstand der United-Internet-Tochter 1&1 Internet AG wechseln. Greve soll dort für das gesamte operative Portalgeschäft von United Internet verantwortlich sein. Die beiden Gründer Matthias und Michael Greve halten derzeit 56,5 Prozent an Web.de – die Zustimmung der Aktionärsversammlung dürfte damit sicher sein.

Web.de-Vorstandsmitglied Matthias Hornberger stellte für das Jahr 2005 erstmals eine Dividende in Aussicht. Eine Ausschüttung sei aber nur vorgesehen, falls die Mittel nicht für das weitere Wachstum benötigt würden. Über die Dividende würde die Hauptversammlung im kommenden Jahr beschließen.

Web.de will sich künftig auf das Geschäft der Web-Telefonie konzentrieren. Noch in diesem Jahr soll weltweit ein Internetdienst vermarktet werden, der unter anderem Mail, Fax und Internet-Telefonie vereint.

Update 07.07.2005: Weitere Informationen zur Umbenennung und zu den (Nicht)-Folgen für Web.de-Kunden lesen Sie in dieser PC-WELT-Meldung .

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