WEBSITES RIPPEN
Das kann's: Wer schon einmal eine Website programmiert hat, weiß, dass das eine Menge Arbeit machen kann. Umso ärgerlicher, wenn andere Anwender sich das eigene Design, die selbst gemachten Templates oder gar ganze Seiten aneignen und als das eigene Werk ausgeben. Das geht meistens mit Hilfe von Website-Rippern wie Web Spider. So lassen sich komplette Websites oder Teile davon auf die lokale Festplatte laden und bearbeiten. Dabei werden alle in die Seiten eingebundenen Dokumente, beispielsweise Bild-, Sound- und Videodateien, Java-Applets oder Style-Sheets, mit gespeichert. Natürlich gibt's aber auch absolut akzeptable Gründe, ein solches Tool zu nutzen. So kann man eine Website herunterladen, um ihren Inhalt zu einem bestimmten Zeitpunkt zu dokumentieren oder eine Site auf die Platte holen, die möglicherweise bald geschlossen werden wird.
So geht's: Über "Datei, Neu" starten Sie den Assistenten. Zunächst definieren Sie ein Projekt, indem Sie die Startseite angeben, von der aus gesucht werden soll. Falls die gesamte Site oder Teile davon passwortgeschützt sind, geben Sie danach den benötigten Code ein. Zusätzlich lassen sich auf der Site enthaltene Mailadressen sammeln und fehlerhafte Links separieren. Damit eine Internet-Präsenz auch offline - also von einem Datenträger - funktioniert, sollten Sie absolute Links in relative umwandeln. Geben Sie an, wie tief die Suche gehen soll, damit die Aktion nicht zu lang dauert.
Mailadressen schützen
Website-Ripper können auch Mailadressen von Websites einsammeln. Die werden dann häufig weiterverkauft: Spammer bekommen so Adressen, bei denen sichergestellt ist, dass die Mails auch regelmäßig gelesen werden. Als Programmierer können Sie sich wehren - am einfachsten, indem Sie die Mailadresse nicht als Text eintragen, sondern als Bild einfügen. Das Auslesen solcher Bilder mit Hilfe von Texterkennungs-Tools funktioniert zwar, ist aber bedeutend aufwendiger als das reine Sammeln von Mailadressen in Textform.
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