86092

Web-Performance: Akamai hilft SAP-Applikationen und IBM-Portalen auf die Sprünge

30.04.2007 | 09:37 Uhr |

Der Diensteanbieter für beschleunigte Web-Inhalte hat sein Portfolio in Richtung Web-Applikationen ausgebaut. Firmen sollen so die Leistung von Portalen und via Web zugänglichen Geschäftsapplikationen steigern können, die auf Produkten von SAP, Oracle und IBM aufsetzen.

Das US-amerikanische Unternehmen Akamai hat sich einen Namen mit seinem "Content Deliverey Network" gemacht. Ein Netz aus rund 20.000 weltweit verteilten Servern - die "Edgeplatform" - bringen Inhalte von Websites auf diese Weise möglichst nah zum Endbenutzer.

Da Unternehmen vermehrt Portale betreiben und ihre Geschäftsanwendungen für den Internet-Zugriff öffnen, will Akamai auch hier Lösungen an den Mann bringen. Hierzu hatte Akamai das Angebot "Web Application Accelerator" aufgelegt, das nun erweitert wird. Dazu zählt eine garantierte Verfügbarkeit von geschäftskritischen Anwendungen sowie verbesserte Berichte über die Performance solcher Lösungen. Grundlage dafür ist auch hier das weltumspannende Netz aus Servern.

Weitere Artikel zu Web-Performance

Um die Integration in bestehende IT-Umgebungen zu erleichtern, bietet Akamai vorbereitete Module für Software von SAP, Oracle und das Websphere Portal von IBM an. Akamai verspricht Kunden, die Performance von globalen Business-to-Business-Applikationen um 40 bis 60 Prozent zu verbessern.

Hardware oder Software müssen die Kunden nicht anschaffen, da Akamai mit den standardisierten Internet-Protokollen arbeitet. Bessere Antwortzeiten lassen sich dem Anbieter zufolge erreichen, indem die Edgeplatform Defizite des Internet-Protokolls in Bezug auf die Wahl der schnellsten Route umgeht.

Im Gegensatz zu reinen Web-Seiten erfordern Portale, über die Geschäftstransaktionen laufen, andere Mechanismen, um die Antwortzeiten zu verbessern. Dies liegt zum Beispiel daran, dass Portale für SAP-Applikationen Javascript und komplexe Frames verwenden. Speziell für solche Geschäftsapplikationen entwickelte Prefetch-, Komprimier- und Caching-Mechanismen sollen das Konzept ergänzen.

Akamai hat weitere Dienste in Sachen Web-Applikationen angekündigt. Dabei soll unter anderem die Technik und Expertise der übernommenen Firma Netli aus Kalifornien zum Tragen kommen. (fn)

0 Kommentare zu diesem Artikel
86092