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Web-Bugs auf dem Vormarsch

14.08.2001 | 12:16 Uhr |

Kleine Grafiken auf Websites verfolgen mit, wer eine Seite wie oft gelesen hat: Wie eine Studie nun festgestellt hat, ist der Einsatz dieser sogenannten Web-Bugs deutlich auf dem Vormarsch.

Kleine Grafiken auf Websites verfolgen mit, wer eine Seite wie oft gelesen hat: Eine Studie von Cyveillance hat nun den Einsatz dieser sogenannte Web-Bugs untersucht, wie die New York Times vorab berichtet. Demnach sind die Web-Bugs inzwischen auf dem Vormarsch.

Web-Bugs, die auch unter den Bezeichnungen "clear gifs" (unsichtbare Gifs) und "Web beacons" (Leuchtfeuer-Gifs) bekannt sind, sollen in rund 18 Prozent der privaten Internet-Seiten und in 16 Prozent der Unternehmens-Seiten integriert sein.

Zum Vergleich: In einer Studie aus dem Jahre 1998 sollen weniger als 0,5 Prozent der privaten Homepages über Web-Bugs verfügt haben.

Ein Grund für diese Tendenz liege in der Unwissenheit mancher Homepage-Betreiber: Sie würden beispielsweise für den Aufbau ihrer Homepage oftmals auf Werbebanner des jeweiligen Internet Service Providers zurückgreifen. Dadurch werden die Mini-Spione unbewusst eingebaut und Besucher-Daten an Dritte übermittelt.

Gegenüber der New York Times gab ein Datenschützer vor allem zu bedenken, auf welche Art und Weise bei der Informationsbeschaffung vorgegangen wird: Heimlich, ohne den Anwender von den Web-Bugs in Kenntnis zu setzen.

Für die Studie analysierte Cyveillance etwa eine Million Websites. Ein ausführlicher Bericht des Unternehmens soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Web-Bugs erkennen und verstehen (PC-WELT Online, 11.06.2001)

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