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Web-Börsenbetrug aufgedeckt

21.09.2000 | 21:09 Uhr |

Ein Schüler hat in den USA monatelang Börsenkurse übers Internet manipuliert und dabei kräftige Gewinne eingeheimst. Informationen der New York Times zufolge hat die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) den 15-jährigern Jonathan Lebed aus dem US-Bundesstaat New Jersey angeklagt, mit betrügerischen E-Mails fast 273.000 US-Dollar erschwindelt zu haben.

Ein Schüler hat in den USA monatelang Börsenkurse über das Internet manipuliert und dabei kräftige Gewinne eingeheimst. Informationen der New York Times zufolge hat die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) den 15-jährigern Jonathan Lebed aus dem US-Bundesstaat New Jersey angeklagt, mit betrügerischen Mails fast 273.000 US-Dollar erschwindelt zu haben.

Der Teenager soll Aktienpakete erstanden und den Preis der Wertpapiere über falsche Kursinformationen in Finanz-Newsgroups des Internet-Portals Yahoo in die Höhe getrieben haben. Lebed hat dann die Aktien wieder verkauft und dabei widerrechtlich Gewinne von jeweils bis zu 74.000 US-Dollar eingesteckt.

Nach Angaben der SEC ist Lebed der erste Minderjährige, gegen den die Behörde ein Verfahren eingeleitet hat. Jonathan Lebeds Aktionen waren genauso schwerwiegend wie andere Fälle von Internet-Betrügereien, erklärte der SEC-Verantwortliche David Horowitz. Der einzige Unterschied ist sein Alter.

Der 15-jährige sei bereit, den erschwindelten Betrag zurückzuerstatten. Von einer Geld- oder Gefängnisstrafe wird jedoch abgesehen. (PC-WELT, 21.09.2000, jas)

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