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Microsoft plant Staumelder für Live Maps

10.04.2008 | 14:29 Uhr |

Staus gelten als Gräuel jedes Autofahrers. Microsoft möchte heute seinen virtuellen Kartendienst um einen Stauwarnungs-Service erweiteren - basierend auf künstlicher Intelligenz.

Microsoft wird voraussichtlich heute sein virtuelles Kartenmaterial Windows Live Maps um den Web-basierten Dienst "Clearflow" erweitern, der Staus meldet und somit dem Nutzer hilft, diese rechzeitig zu umfahren. Dies berichtet die Online-Ausgabe der New York Times .

Anfänglich soll der kostenlose Service für 72 Städte innerhalb der USA verfügbar sein. Wann und ob Microsoft den Dienst für Deutschland anbieten wird, steht allerdings offiziell noch nicht fest. Das letzten Herbst eingeführte System für Routen ist aufgrund der fehlenden Clearflow-Informationen bislang nicht in der Lage gewesen, Verkehrssituationen in Städten und auf angrenzenden Autobahnen darzustellen.

Vor allem Nutzer von Handys und anderen mobilen Geräten mit Datenverbindungs-Option haben sich diesen Verkehrsservice gewünscht, so Greg Sterling, Internet-Analyst beim Marktforschungsinstitut Sterling Market Intelligence in San Francisco.

Das Projekt begann 2003 als der damalige Entwickler künstlicher Intelligenz Eric Horvitz im Stau steckte. Seitdem haben Programmierer des Microsoft Research Labors diesen Service innerhalb der letzten fünf Jahre konzipiert. Dabei haben die Entwickler versucht, Software-Algorithmen zu programmieren, die Modell-Verkehrssituationen beschreiben. Zudem haben sie Reiseinformationen von Microsoft-Mitarbeitern, die freiwillig einen GPS-Empfänger im Auto mitführten, in das Konzept einfließen lassen. Nachdem das Konzept für Seattle stand, hat Microsoft das Schema auf andere Städte ausgeweitet.

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