Web-Adressen

Letzte IPv4-Adressen werden vergeben

Dienstag, 01.02.2011 | 14:45 von Panagiotis Kolokythas
Die Internet Assigned Numbers Authority hat die letzten beiden großen Blöcke an IPv4-Adressen an das Asia-Pacific Network Information Centre vergeben. Damit tritt der Plan in Kraft, der nun die Vergabe der letzten wenigen Reste der IPv4-Adressen regelt.
Als der Adressplan IPv4 für das Internet in den 1970er entwickelt wurde, schien es eine nahezu unerschöpfliche Anzahl an Web-Adressen zu bieten. Kein Wunder: Während 8-Bit-Computer noch aktuell waren, bot das fortschrittliche 32-Bit-System von IPv4 atemberaubende 2 hoch 32 mögliche Adressen (genauer: ca. 4,3 Milliarden mögliche Internet-Adressen). Doch mittlerweile gehen dem Internet die Web-Adressen aus und machen so den Wechsel auf IPv6 immer dringender .

Nachdem die IANA nun die letzten beiden großen Blöcke an IPv4-Adressen vergeben hat, tritt in Kürze der Plan für die Vergabe der letzten IPv4-Adressen in Kraft. Die ICANN hat für Donnerstag eine Ankündigung über die Pläne für die Vergabe der letzten verbliebenen IPv4-Internet-Adressen angekündigt.

Der Plan sieht vor, dass wenn nur noch fünf Blöcke an IPv4-Adressen übrig sind, diese an die weltweit fünf regionalen Internet-Registries übergeben werden sollen. Am Donnerstag dürften nun diese fünf Blöcke übergeben werden. Ab diesen Zeitpunkt haben die Internet-Registries nur noch eine begrenzte Anzahl an IPv4-Adressen zu vergeben.

Zuletzt hatte das Asia-Pacific Network Information Centre (APNIC) zwei große "/8"-Adressblöcke mit insgesamt über 16 Millionen IP-Adressen angefragt und mit den Adressblöcken "39/8" und "106/8" auch erhalten. Übrig bleiben nur die Adressblöcke "102/8", "103/8", "179/8" und "185/8". Einige weitere "/8"-Blöcke sind für spezielle Einsatzzwecke, wie etwa Multicasting, reserviert.

Dienstag, 01.02.2011 | 14:45 von Panagiotis Kolokythas
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (13)
  • kalweit 12:32 | 02.02.2011

    Zitat: kikaha
    Genau, wenn es keine IP-Adressen mehr gibt, kommt man nicht ins Internet.
    Die deutschen Provider haben genug davon.

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  • kikaha 10:01 | 02.02.2011

    Komme ich dann nicht mehr ins Internet, wenn es keine IP-Adressen mehr gibt?
    Genau, wenn es keine IP-Adressen mehr gibt, kommt man nicht ins Internet.
    Lass dich nicht verrückt machen. Du wirst auch in Zukunft ins Internet kommen.
    Allerdings stimmt das auch.

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  • deoroller 09:34 | 02.02.2011

    Wenn der Hersteller des Routers keine neue Firmware herausbringt. Die Fritzboxen ab 3270/7240 sind IPv6 Fähig über eine neue Firmware. Man kann aber mit jedem DSL-Modem eine Breitbandverbindung herstellen. http://www.heise.de/netze/artikel/Vista-ruft-IPv6-223778.html[/url

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  • Hascheff 09:29 | 02.02.2011

    Vielleicht muss noch die Telefonleitung sechsadrig ausgelegt werden? Nein, es reicht, wenn der Browser u.ä. darauf eingerichtet werden.

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  • hans10 09:25 | 02.02.2011

    ... IPv6, bedeudet das, dass ein neues DSL- Modem/Router benötigt wird?

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