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Wellness-Branche muss viel aufholen

20.06.2010 | 15:48 Uhr |

Interessante Details zur Nutzung von Social Media als Teil der Marketingstrategien wurden im Rahmen des SpaEvents 2010 in Zell am See beleuchtet.

Unter den teilnehmenden Experten bestand kein Zweifel, dass Social Media als Teil der Marketingstrategie integriert werden muss. "Alle jammern, dass man immer so viel Geld für Öffentlichkeitsarbeit ausgeben muss. Der Zugang zu Social Media ist gratis und diese Art der Kommunikation sollte auf jeden Fall genutzt werden", sagte etwa Karin Niederer, Beraterin von Kohl & Partner. Einig waren sich die Diskutanten jedenfalls, dass man Social Media nicht nebenbei betreiben kann. "Das muss professionell geschehen, optimalerweise von einer Person im Unternehmen oder auch von einer externen Agentur verantwortet und gesteuert", sagte Claudia Dressler von der PR-Agentur ZFL PRCo.

Unterschiedliche Zugänge gab es jedoch bei der Frage, wie die Mitarbeiter eines Betriebs in das Social-Media-Konzept eingebunden werden sollen. Die Meinung reichte dabei von eigenen Guidelines für Mitarbeiter bis hin zu einer Kanalisierung des Outputs durch eine einzige Person im Unternehmen. Wichtig sei auch der professionelle Umgang mit negativen Rückmeldungen via Facebook, Twitter & Co. "Hier muss man vor allem schnell und authentisch reagieren und darf nicht in Panik verfallen und negative Meldungen reflexartig löschen", so Wolfgang Falkner, GF Der Falkner Spa Marketing.

Manova-Geschäftsführer Klaus Grabler und Olaf Seiche, TÜV-Branchenleiter Tourismus Rheinland, widmeten sich in ihren Beiträgen im Rahmen des SpaEvents 2010 den Themen Benchmarking und Standards. "Rund die Hälfte jener Kunden, die sich für einen Benchmarking-Prozess entscheiden, sind überrascht, welche neuen Details durch diesen Prozess offengelegt werden", so Grabler.

Seiche wiederum bemängelte, dass durch fehlende Standards das Niveau in zum Teil auch Fünf-Stern-Betrieben oft mangelhaft sei. "Die Liebe steckt im Detail. Was auf den ersten Blick oberflächlich perfekt aussieht, offenbart beim genaueren Hinsehen grobe Mängel", so Seiche.

(pte)

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