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Firmen profitieren von sozialen Netzwerken

14.11.2008 | 13:26 Uhr |

Social Networking in der Arbeitswelt wird zunehmend als effizientes Werkzeug zu transparenter Arbeitsweise erkannt.

Das zeigt eine Marktstudie unter 2.510 Arbeitnehmern von Klein- und Mittelbetrieben, die die britische Agentur Dynamic Markets in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden durchgeführt hat. Deutschland zeigte sich im Vergleich als Spitzenreiter: 72 Prozent der Menschen, die in ihrer Arbeit den Computer verwenden, nutzen hier bereits eine oder mehrere Formen sozialer Netzwerke. "Es ist fantastisch zu sehen, wie fortgeschritten die deutschen Betriebe auf diesem Gebiet bereits sind. Die Betriebsleitungen haben kaum Angst, ihren Mitarbeiter diese Kommunikationsform zuzutrauen", sagt Studienleiterin Cherry Taylor.

Den Unternehmen kämen laut Taylor der Einsatz sozialer Netzwerke durchaus zugute. Nach Meinung der befragten Anwender erleichtern sie den Wissensaustausch und lösen bestimmte Probleme wie die Teambildung oder interne Zusammenarbeit. Viele fühlen sich auch in der Entfaltung ihrer Kreativität gestärkt. "Unternehmen, die die Bildung solcher Netzwerke zu verhindern suchen, verlieren diese Vorteile", betont Taylor. Produktivitäts- und Leistungssteigerung könnten durch die Web 2.0-Möglichkeiten erhöht werden, besonders große Betriebe profitierten davon.

Vier von fünf Befragten erkennen jedoch auch Probleme im Einsatz von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz: Sie lenken von der Arbeit ab und lassen vertrauliche interne Informationen leichter an unbeteiligte Dritte durchsickern. Am Arbeitsplatz jedes dritten deutschen Befragten ist letzteres schon einmal passiert, so die Ergebnisse.

Die beliebtesten Netzwerk-Tools in der Arbeit sind firmeneigene Plattformen zur Internet- Zusammenarbeit. Vier von zehn Arbeitnehmern verwenden diese, zwei von zehn verfügen über interne Foren ihres Unternehmens. Beliebt sind auch Videos, die im Firmen-Intranet hochgeladen werden. Auf den abgeschlagenen Plätzen finden sich Online-Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn , die nur jeder siebte nutzt. Externe Kooperationsformen wie Wikis oder Blogs verwendet gerade einmal jeder zehnte. (pte)

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