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Wearables: Gear 2, Gear 2 Neo und Gear Fit ausprobiert

25.02.2014 | 08:38 Uhr |

Samsung hat bei einem Event in Barcelona neben dem Samsung Galaxy S5 auch gleich drei neue Wearables vorgestellt. Wir haben sie vor Ort ausprobiert und schildern unsere ersten Eindrücke.

Smartwatches und Fitness-Gadgets liegen voll im Trend und auch Samsung will auf der Welle mitschwimmen. Nur wenige Monate nach der Samsung Galaxy Gear bringt Samsung am 11. April 2014 gleich drei Smartwatch-Nachfolger auf den Markt. Und ärgert Google. Denn die Streichung von "Galaxy" im Namen hat einen einfachen Grund: Samsung setzt bei den neuen Wearables nicht mehr auf Android, sondern auf das im eigenen Haus entwickelte Debian-basierte OS Tizen. Debian ist eine alte und bewährte Linux-Distribution, auf der unter anderem auch das populäre Ubuntu basiert.

Gear 2
© Samsung

Die Gear 2 besitzt im Gegensatz zur Gear 2 Neo eine Kamera. Ansonsten sind die beiden smarten Uhren identisch. Uns gefiel sofort, dass Samsung sich die Kritik an der ersten Gear zu Herzen genommen hat und die ärgsten Mängel beseitigt. Die neuen Gear-Modelle sind nicht nur leichter und schlanker, sondern die Kamera befindet sich nun nicht mehr am Armband, sondern direkt im Gehäuse der Uhr. Diese knipst Bilder aber weiterhin nur mit einer Auflösung von 2 Megapixel.

Samsung Galaxy S5 – das steckt im neuen Top-Androiden

Die Akkulaufzeit haben die Samsung-Techniker trotz dem im Vergleich zum Vorgänger 15 mAh schwächerem 300-mAh-Akku um das Dreifache auf bis zu zwei bis drei Tage verlängert. Der 1,63 Zoll große und scharfe AMOLED-Touchscreen zeigt 320 x 320 Pixel an und reagierte sofort auf alle unsere Eingaben. Das ist nicht zuletzt auch der deutlich schnelleren CPU zu verdanken, die nun mit 1 GHz getaktet ist und über zwei Kerne verfügt (Gear 1: 800 MHz und ein Kern). Hinzu kommen wie bisher 512 MB Arbeitsspeicher und 4 GB interner Speicher. Ähnlich wie das Samsung Galaxy S5 sind auch die Gear 2 und Gear 2 Neo nach der IP67-Norm wasser- und staubdicht und können somit problemlos jede Dusche oder Regenguss überstehen.

Samsung Galaxy S5 ausprobiert

Die Gear 2 und Gear 2 Neo kommen mit einer Reihe von Fitness-Apps, wie einen Schrittzähler und sogar einen Herzschlag-Sensor. (Hobby-)Sportler können damit ihr Training überwachen und die ermittelten Daten per Bluetooth an das Smartphone übertragen. Über den integrierten Infrarot-Sensor können außerdem auch Fernseher und Receiver bedient werden.

Gear Fit-Innenseite
Vergrößern Gear Fit-Innenseite
© Samsung

Gear Fit: Fitnessarmband mit gekrümmten Display

Mit dem Gear Fit präsentiert Samsung ein Fitness-Armband, das äußerst schick aussieht und als Besonderheit einen gekrümmten 1,84 Zoll kleinen, äußerst scharfen AMOLED-Touchbildschirm besitzt. Gear Fit bietet neben einem Schrittzähler auch einen Herzfrequenz-Sensor, ist nach IP67-Norm wasser- und staubfest und kann ohne Aufladen bis zu vier Tage genutzt werden. Wer kein Armband tragen möchte, der kann das Gear Fit auch vom Armband abknipsen und in der Hosentasche transportieren. Die Messung des Pulses wird dadurch natürlich deutlich umständlicher.

Alle drei Wearables weisen die Träger auf eingehende Mails, Telefonate und SMS-Botschaften hin. Und auch die Musikwiedergabe auf dem Smartphone lässt sich über die Gadgets steuern.

Fazit: Samsung bringt seine Fitness-Wearables auf die nächste Stufe

Das Gear 2, Gear 2 Neo und Gear Fit können nur in Verbindung mit Galaxy-Geräten genutzt werden. Bei den Smartwatches werden laut Samsung 17 Galaxy-Geräte unterstützt und das Gear Fit unterstützt 20 Galaxy-Geräte.

Besonders gefallen hat uns neben den schicken Designs die Personalisierbarkeit der Smartwatches durch abwechslungsreiche Uhr-Designs und Wallpaper. Für die tägliche Überwachung des Trainings ist der Pulsmesser überaus praktisch. Spannend bleibt die Frage, ob auch Dritt-Hersteller für die Tizen-Uhren Apps entwickeln werden. Dank der stark verbesserten Leistung, der IP67-Zertifizierung und der deutlich längere Akkulaufzeit dürfte die Wearables nun aber deutlich mehr Käufer anziehen.

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