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Was wird aus Suse Linux?

04.08.2005 | 14:42 Uhr |

Suse Linux wird Open Source - das hat Novell jetzt bestätigt. Doch was steckt dahinter? Was wird überhaupt freigegeben? Und wie könnte es mit Suse Linux weitergehen?

Nur ein PR-Gag? Denn die bisher kursierenden Gerüchte haben sich bestätigt, das bisherige closed Source-Produkt Suse Linux wird Open Source; Novell gibt den Quellcode von Suse Linux unter den Richtlinien der GPL an die Community frei. Allerdings stellt sich die Frage: Was wird eigentlich frei gegeben? Und was steckt dahinter? Welche Zukunft hat Suse Linux?

Vor einiger Zeit übernahm Novell den deutschen Linux Distributor Suse . Für den deutschen Linux-Endanwender änderte sich dadurch zunächst wenig – nach wie vor gab und gibt es eine kommerziell vertriebene Suse-Linux-Distribution, die via Internet-Download auch kostenlos erhältlich war und ist. Daran wird sich voraussichtlich in nächster Zeit auch nichts ändern.

Doch jetzt rührt Novell die Werbetrommel. Das Unternehmen will nämlich Suse Linux Professional vollständig an die Community geben, die Linux Distribution soll unter dem Namen Opensuse ein Open-Source-Projekt werden. Mit dem derzeit noch nicht verfügbaren www.opensuse.org soll auch eine eigene Website dafür geschaffen werden.

Das hat zur Folge, dass der Code nicht mehr nur in-House getestet wird, sondern von jedem Interessierten. Entwickler bekommen vollen Zugang zum Quellcode und können ihren Input einbringen. 2006 will Novell ein Repository für den Quellcode auf einem frei zugänglichen Server einrichten. Novell stellt zudem Mailinglisten, Entwickler-Accounts, Manpower und Hardware zur Verfügung. Opensuse-Linux soll nicht nur als Download, sondern auch als Boxes mit DVDs und Handbüchern sowie Support weiterhin erhältlich sein.

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