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Was kostet der Pentium 4 wirklich?

07.01.2002 | 13:55 Uhr |

Was kostet ein Prozessor in der Herstellung? Kaum ein Unternehmen würde derartige Daten veröffentlichen, um sich nicht zu tief in die Karten schauen zu lassen. Doch die Produktion des neuen Pentium 4 scheint sich für Intel wirklich zu lohnen, soll die Herstellung doch nur 55 Dollar kosten.

Was kostet ein Prozessor in der Herstellung? Kaum ein Unternehmen würde derartige Daten veröffentlichen, um sich nicht zu tief in die Karten schauen zu lassen. Glaubt man den Informationen unserer Kollegen von "Xbitlabs.com" , ist der neue Pentium 4 für Intel ein durchaus lohnendes Geschäft, mit Gewinnspannen, von denen andere Hersteller nur träumen können.

Das Ezine bezieht sich auf Kevin Krewell, Analyst des "Microprocessor Report". Demzufolge kostet die Produktion eines Chips in der 0.18-Mikron-Technologie rund 100 Dollar. Die langsamsten Modelle dieser Baureihe werden bei Abnahme von 1000 Stück für 133 Dollar angeboten. Daraus ergibt sich eine relativ geringe Gewinnspanne für Intel.

Anders hingegen bei den neuen Pentium 4-Prozessoren, die in der 0.13-Mikron-Technologie gefertigt werden. Diese Technik erlaubt eine günstigere Produktion. Krewells Angaben zufolge dürften die Herstellungskosten somit bei 55 Dollar liegen. Verkauft werden die neuen Prozessoren für 562 (2,2 Gigahertz Northwood) beziehungsweise 364 Dollar (2 Gigahertz Northwood) bei Abnahme von 1000 Stück.

Sollten die Kostenvermutungen zutreffen, ergäbe sich eine erkleckliche Gewinnspanne für Intel, die Raum für weitere Preisattacken gegenüber AMD zulässt. Es ist also durchaus zu erwarten, dass die Preise für die neuen Pentium-4-Prozesoren weitaus schneller dahinschmelzen, als ein Schneemann in Kenia.

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