Die Module der Kategorie Others haben mit Systemadministration im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Dennoch wird der eine oder andere für ihre Existenz dankbar sein. Der Dateimanager setzt einen Java-fähigen Browser voraus und ermöglicht es Ihnen, von außerhalb des Netzwerks über einen Browser Zugriff auf die Dateien Ihres Servers zu bekommen, natürlich verschlüsselt per https. Diese Funktion ist beispielsweise sinnvoll, wenn Sie nur einen Terminal-Server nach außen hin offen haben, der Ihnen ausschließlich den Gebrauch eines Browsers zur Verfügung stellt.
Nach dem Aufruf bekommen Sie einen Dateimanager, der im Prinzip nichts vermissen lässt. Sogar ein Texteditor ist implementiert. Dateien und Ordner lassen sich damit suchen, anlegen, löschen und umbenennen. Weiterhin ermöglicht Ihnen dieses Java-Applet das Festlegen von ACLs und das Übertragen von Dateien von Ihrem lokalen Rechner auf das Remote-System. Vordefinierte Mount-Points, die mit einem großen "M" bezeichnet sind, können Sie trennen und wieder anlegen. Ein rudimentäres Freigeben gewisser Ordner für Windows haben die Entwickler ebenfalls implementiert.
Voraussetzung und Sinn des Moduls SSH/Telnet Login sind analog zum File Manager. Irgendwann kommt immer der Augenblick, und dem Administrator bleibt einfach nur noch der Weg über die Kommandozeile. Es gibt schließlich auch Anwendungen, für die es kein Webmin-Modul gibt.
Sie könnten zum Beispiel eine Informix-Datenbank auf dem Server am Laufen haben, die sich nicht mehr so benimmt, wie sie soll. Denkbar ist auch, dass Prozesse als Zombies im System hängen und diese nicht mehr von Webmin steuerbar sind. Allein die Möglichkeit, im Ernstfall auf die Konsole des Systems zu kommen, ist ein beruhigender Gedanke.
Usermin und Usermin Configuration
Bei Usermin handelt es sich kurz gesagt um ein Webmin-Light. Es lässt sich durch einen Klick auf "Install Usermin" automatisch aus dem Internet nachinstallieren. Dieses Paket ist für den normalen Anwender gedacht. Diesem stehen nach dem Einloggen nur die vom Administrator genehmigten Module zu Verfügung. Er darf zum Beispiel Sprache und Aussehen ändern. Es ist ihm vielleicht gestattet, seine eigenen Mail-Filter anzulegen und E-Mails via Browser zu lesen.
Im Prinzip legt der Administrator zwei hauptsächliche Punkte in der Usermin-Konfiguration fest: Zum einen die Reglementierung des Zugriffs und zum anderen die für die Benutzer verfügbaren Module. Die Administration funktioniert äquivalent zu Webmin. Normale Benutzer erreichen den Usermin standardmäßig über Port 20000.
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