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Was bringt die Zukunft bei Intel?

19.03.2003 | 10:53 Uhr |

Intel trommelt auf der diesjährigen CeBIT massiv für seine neue Notebook-Plattform Centrino. Darüber kann man leicht vergessen, dass der Pentium 4 erst im letzten November mit einer neuen Technologie ausgestattet wurde, die für die Zukunft deutliche Leistungsteigerungen verspricht: Hyper-Threading. Doch damit nicht genug, in nächster Zeit will der Chip-Gigant seine gesamte Pentium 4-Plattform auf neue Beine stellen, ein deutlicher Performance-Gewinn sollte die Folge sein. Und zu guter Letzt denkt man beim Chip-Riesen darüber nach, den Rechner in Zukunft über die Mimik des Anwenders zu steuern.

Intel trommelt auf der diesjährigen CeBIT massiv für seine neue Notebook-Plattform Centrino. Darüber kann man leicht vergessen, dass der Pentium 4 erst im letzten November mit einer neuen Technologie ausgestattet wurde, die für die Zukunft deutliche Leistungsteigerungen verspricht: Hyper-Threading. Doch damit nicht genug, in nächster Zeit will der Chip-Gigant seine gesamte Pentium 4-Plattform auf neue Beine stellen, ein deutlicher Performance-Gewinn sollte die Folge sein. Und zu guter Letzt denkt man beim Chip-Riesen darüber nach, den Rechner in Zukunft über die Mimik des Anwenders zu steuern.

Mit Hyper-Threading verhält sich ein Pentium 4-Prozessor, salopp gesagt, so, als ob zwei CPUs im Rechner vorhanden wären. Das bringt eine deutliche Leistungssteigerung, wie Tests der PC-WELT bewiesen haben. Doch nicht jeder Anwender profitiert gleichermaßen von der neuen Technik, denn die auf dem PC eingesetzte Software muss Hyper-Threading unterstützen. Als grobe Regel kann man sagen, dass rund 90 Prozent der Programme, die Multiprozessor-fähig sind, auch vom Hyper-Threading profitieren. Bei rund 70 Prozent soll es deutlich Leistungsgewinne geben, bei weiteren 20 Prozent zumindest kleinere Zuwächse. Nur etwa zehn Prozent der Multiprozessor-fähigen Software kann mit Hyper-Threading nichts anfangen, so Christian Anderka, Pressesprecher von Intel, im CeBIT-Interview der PC-WELT.

Bereits jetzt sind Programme auf dem Markt, die optimal mit Hyper-Threading zurecht kommen, wie beispielsweise Adobe Photoshop, Adobe Premiere, Ulead Video Studio oder Music Match Jukebox. Besonders im Bereich der Videobearbeitungs-Software ist die Zahl dieser Programme relativ groß, was niemanden überraschen dürfte, denn kaum auf einem anderen Gebiet wird der Prozessor so beansprucht wie bei der Videobearbeitung und -konvertierung.

Mittelfristig soll Hyper-Threading auch bei den Notebook-Prozessoren Einzug halten. Allerdings ist die Einführung dieser Technologie bei mobilen Rechnern nicht so dringend, da Notebooks für andere Einsatzzwecke gedacht sind als Desktop-Maschinen. Das leuchtet ein, schließlich spielt Hyper-Threading seine Stärke besonders beim Video-Editing aus, Notebooks werden jedoch in der Regel eher für Office-Arbeiten eingesetzt.

Im November stellte Intel den Pentium 4 mit 3,06 Gigahertz vor. Bei welcher Taktrate wird der Pentium 4 am Jahresende 2003 stehen? Eine konkrete Antwort wollte uns Anderka darauf nicht geben - Intel verspürt wenig Lust, sich selbst durch Prognosen unter Druck zu setzen - doch immerhin dementiert Intel Internet-Gerüchte nicht, die von einer Taktrate von etwa 3,4 Gigahertz Ende 2003 ausgehen. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung ist bei den Pentium-CPUs in jedem Fall zu rechnen, denn in den kommenden Monaten stellt Intel eine neue Chipsatz-Plattform für den Pentium 4 vor. Der bisherige Frontsidebus von 533 Megahertz soll auf 800 Megahertz gesteigert werden, zudem will Intel in Zukunft auch DDR400 unterstützen. Die neuen Chipsätze "Canterwood" und "Springdale-PE" sollen im zweiten Quartal 2003 vorgestellt werden.

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