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Hacker-Einbruch bei Ashampoo

20.04.2011 | 14:53 Uhr |

Der Software-Hersteller Ashampoo warnt seine registrierten Kunden per Mail vor Malware-Mails, die als Folge eines Hacker-Einbruchs in einen Server des Unternehmens verschickt werden könnten. Die Einbrecher haben Kundendaten abgegriffen, jedoch keine Zahlungsinformationen.

Das Software-Unternehmen Ashampoo in Oldenburg ist nach eigenen Angaben Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Unbekannte sind in einen Server des Unternehmens eingedrungen und haben Kundendaten abgegriffen. Darunter sollen sich Namen und Mail-Adressen befinden, jedoch keine Zahlungsdaten. Das Unternehmen warnt seine Kunden, auch direkt per Mail, vor möglicherweise im Namen anderer Firmen versandten Mails mit schädlichen Anhängen.

Ashampoo teilt mit , der Einbruch sei rasch bemerkt und unterbunden worden. Die genutzte Sicherheitslücke habe man umgehend geschlossen. Die Hacker hätten „definitiv” keine Zahlungsdaten wie etwa Kreditkartennummern oder Bankverbindungen von Ashampoo-Kunden erbeutet. Diese würden nur bei beauftragten Shop-Dienstleistern gespeichert, die von dem Angriff nicht betroffen seien.

Ashampoo warnt jedoch, die abgegriffenen Mail-Adressen könnten genutzt werden, um Mails im Namen anderer Unternehmen zu versenden. Ashampoo bezieht sich dabei ausdrücklich auf das Beispiel der Firma PurelyGadgets , in deren Namen Mails mit vorgeblichen Bestellbestätigungen verschickt worden seien. Die enthielten manipulierte PDF-Dateien, die beim Öffnen Malware einschleusten, so Ashampoo weiter.

Um die Warnung zu untermauern, verweist Ashampoo auf die Scan-Ergebnisse von VirusTotal für zwei der im Namen von PurelyGadgets verschickten Mail-Anhänge. Diese zeigen, dass die meisten der bekannten Antivirusprogramme die schädlichen Dateien erkennen - jedoch nicht alle. Ashampoo fordert seine Kunden daher dazu auf ihre Antivirus-Software stets auf dem neuesten Stand zu halten und keine Anhänge aus unerwartet eingehenden Mails zu öffnen.

Die Warn-Mails von Ashampoo können auch bei Personen eingehen, die sich gar nicht dessen bewusst sind, Kunde des Unternehmens zu sein. Ashampoo-Software wird zuweilen auf neuen PCs vorinstalliert, etwa bei Aldi-Rechnern.

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