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Warnung: Keine Medikamente aus dem Internet!

Der Bezug von Arzneimitteln im Internet kann lebensbedrohli

Der Bezug von Arzneimitteln im Internet kann lebensbedrohliche Folgen haben. In einem Interview warnte Dr. Karl-Heinz Munter von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vor den unkalkulierbaren Risiken. Der Kunde könne nicht nachvollziehen, woher die Medikamente kommen, wie sie gelagert werden und ob sie überhaupt geprüft wären.

Die Arzneimittelkommission habe schon öfters Mängel bei Arzneien aus dem Netz festgestellt: So stimmte zum Teil der enthaltene Wirkstoff in den Mittel nicht mit dem auf der Packung ausgewiesenen überein, oder das Verfallsdatum war abgelaufen. Auch Beipackzettel wurden zum Teil gar nicht oder nur in fremder Sprache mitgeliefert. Es sei auch schon vorgekommen, dass Medikamente mit falschen Anwendungsbereichen angeboten wurden. Nach Angaben der Kommission kämen so auch Psychopharmaka als vermeintliche "Intelligenzverbesserer" in den Handel. "So etwas kann lebensbedrohend sein.", warnt Munter.

Das Risiko bei Medikamenten aus dem WWW trage der Patient alleine. Die Anbieter, die durch die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente gegen deutsches Recht verstoßen, seien im Ausland kaum dingfest zu machen. (PC-WELT, 27.01.2000, tro)

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